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Bullmastiff: Eigenschaften, Training und Pflege
Bullmastiff: Eigenschaften, Training und Pflege
Der Bullmastiff ist ein imposanter, treuer und beschützender Hund, der ursprünglich als Wachhund für Wildhüter im England des 19. Jahrhunderts gezüchtet wurde. Durch die Kombination der Stärke des English Mastiff mit der Wendigkeit und Vorsicht des Old English Bulldog entstand eine Rasse, die für ihren Mut, ihre Hingabe und ihre Intelligenz bekannt ist. Heute ist diese Rasse als Familien- und Wachhund beliebt, hat jedoch besondere Anforderungen an Pflege, Training und Sozialisierung.
Geschichte des Bullmastiffs
Der Bullmastiff wurde im 19. Jahrhundert in England entwickelt, mit dem Hauptziel, Landsitze vor Wilderern zu schützen. Durch die Kombination von 60 % English Mastiff mit 40 % Old English Bulldog entstand ein Hund, der kraftvoll, schnell und respekteinflößend war, aber nicht so aggressiv, dass er unnötige Verletzungen verursachte.Herkunft und Zweck
- Gezüchtet als „Gamekeeper’s Night Dog“, um Wilderer auf Landsitzen abzuschrecken.
- Er schreckte Eindringlinge ab, ohne sie schwer zu verletzen.
- Das dunkle Fell half bei unauffälligen nächtlichen Patrouillen.
Entwicklung und Anerkennung
- 1924: Offizielle Anerkennung durch den Kennel Club (UK).
- 1934: Offiziell vom American Kennel Club (AKC) anerkannt.
- Seine Rolle wandelte sich vom Arbeitshund zum Begleit- und Wachhund.
Charakter und Temperament
Ein Bullmastiff ist intelligent, treu und beschützend, kann aber auch eigensinnig sein. Sein Instinkt zu bewachen und zu beschützen macht ihn zu einem ausgezeichneten Familienhund, sofern er gut sozialisiert und trainiert wird.Wichtige Eigenschaften
- Treu und wachsam: Beschützt seine Familie, ohne unnötig aggressiv zu sein.
- Intelligent, aber stur: Braucht konsequentes Training und einen selbstsicheren Halter.
- Ruhig und geduldig: Gut im Umgang mit älteren Kindern, wenn diese sich gut verhalten.
Verhalten gegenüber anderen Tieren und Menschen
- Zurückhaltend gegenüber Fremden: Eine frühe Sozialisierung ist essenziell.
- Kann anderen Hunden gegenüber dominant sein, besonders bei Hunden desselben Geschlechts.
- Beschützend, ohne übermäßig aggressiv zu sein, sofern er gut erzogen ist.
Körperliche Merkmale
Der Bullmastiff ist ein großer, muskulöser Hund mit breitem Kopf und kräftigem Körperbau.Größe und Gewicht
| Geschlecht | Höhe (cm) | Gewicht (kg) |
|---|---|---|
| Rüde | 63–68 | 50–59 |
| Hündin | 61–66 | 41–50 |
Kopf und Körper
- Großer, quadratischer Kopf mit breitem Kiefer.
- Kurze, breite Schnauze, leicht faltig.
- Muskulöser Körper, breite Brust und starker Rücken.
Fell und Farbe
- Kurzes, dichtes Fell, das nur wenig Pflege braucht.
-
Farben:
- Falb (hellbraun), rot, gestromt
- Schwarze Maske um die Schnauze.
Pflege und Hygiene
Dank ihres kurzen, dichten Fells brauchen Bullmastiffs nur wenig Pflege.Fellpflege
- Einmal pro Woche bürsten: Entfernt lose Haare und Schmutz.
- Monatliches Bad mit einem feuchtigkeitsspendenden Hundeshampoo.
Hygiene
- Ohren: Alle 2 bis 3 Wochen reinigen, um Infektionen vorzubeugen.
- Zähne: Mindestens 2–3 Mal pro Woche putzen.
- Krallen: Regelmäßig kürzen, um Beschwerden zu vermeiden.
Sozialisierung und Training
Bullmastiffs können dominant sein und brauchen eine frühe Sozialisierung, um Aggression oder Angstverhalten vorzubeugen.Tipps zur Sozialisierung
- Beginne früh (3–14 Wochen) mit beaufsichtigten Kontakten.
- Achte auf positive Begegnungen mit anderen Hunden.
- Führe neue Situationen schrittweise ein, um Stress zu minimieren.
Trainingstipps
- Fang früh an: Sozialisierung und Gehorsamkeitstraining verringern Problemverhalten.
- Nutze positive Verstärkung: Belohne gutes Verhalten mit Leckerlis oder Lob.
- Halte Trainingseinheiten kurz und konsequent: Bullmastiffs langweilen sich schnell.
Ideales Lebensumfeld
- Geeignet für ein Zuhause mit eingezäuntem Garten.
- Kann in einer Wohnung leben, sofern er regelmäßig ausgeführt wird.
- Nicht für das Leben im Zwinger geeignet, da sie Gesellschaft brauchen.
Bewegung
- 30–60 Minuten Bewegung pro Tag.
- Keine intensive Bewegung wegen der Anfälligkeit für Gelenkprobleme.
Gesundheitliche Probleme
Bullmastiffs haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 8–10 Jahren und sind anfällig für verschiedene gesundheitliche Probleme.Häufige Erkrankungen
- Gelenkprobleme: Hüftdysplasie, Ellenbogendysplasie.
- Herzerkrankungen: Dilatative Kardiomyopathie (DCM), Aortenstenose.
- Magenprobleme: Magendrehung (lebensbedrohlich).
- Krebs: Lymphom, Osteosarkom, Mastzelltumoren.
- Augenprobleme: Entropium, Ektropium (Fehlstellungen der Augenlider).
Kosten eines Bullmastiffs
Der Kaufpreis und die laufenden Kosten eines Bullmastiffs können erheblich sein.Kostenpunkte
| Kostenpunkt | Preisspanne (€) |
| Welpe | 1,000 - 2,500 |
| Ernährung (monatlich) | 70 - 150 |
| Tierarzt (jährlich) | 500–1,500 |
| Lebenslange Kosten | 15,000–20,000 |
Ernährung
Ein Bullmastiff braucht eine hochwertige Ernährung, die reich an Proteinen und Fetten ist.Wichtige Nährstoffe
- Protein: Rind, Huhn, Fisch, Ente.
- Gesunde Fette: Omega-3 und Omega-6.
- Tagesportion: 600–1000 g Trockenfutter, auf 2 Mahlzeiten verteilt.
Namen für einen Bullmastiff
Männliche Namen
- Bruno, Zeus, Titan, Rocky, Duke.
Weibliche Namen
- Scarlett, Daisy, Luna, Nala, Zelda.
Berühmte Bullmastiffs
- "Butkus": Der Hund von Sylvester Stallone.
- "Pete": Aus dem Film Homeward Bound.
Fazit
Der Bullmastiff ist ein beeindruckender und treuer Wachhund mit einem ausgeglichenen Temperament. Dank seiner Intelligenz, seines Schutzinstinkts und seiner Hingabe an seine Familie ist er ein ausgezeichneter Begleithund für erfahrene Halter. Obwohl die Rasse relativ wenig Pflege braucht, benötigt sie doch konsequentes Training, frühe Sozialisierung und ausreichend Bewegung, um körperlich und geistig gesund zu bleiben. Zukünftige Halter sollten sich der Gesundheitsrisiken und Kosten bewusst sein, die mit einem großen Hund verbunden sind. Mit der richtigen Pflege und Erziehung kann ein Bullmastiff ein treuer und liebevoller Begleiter sein, der seine Familie viele Jahre lang beschützt und liebt.Teilen
