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Symptome von Futtermittelallergien bei Hunden erkennen und verstehen
Symptome von Futtermittelallergien bei Hunden erkennen und verstehen
Das Wichtigste auf einen Blick
- Futtermittelallergien bei Hunden lösen immunvermittelte Reaktionen auf bestimmte Proteine aus und verursachen Haut-, Verdauungs- und Ohrsymptome.
- Häufige Anzeichen sind Juckreiz, wiederkehrende Ohrenentzündungen, Erbrechen und chronische Verdauungsbeschwerden.
- Rind, Huhn und Milchprodukte gehören zu den Futtermittelallergenen, die bei Hunden am häufigsten beteiligt sind.
- Eine Eliminationsdiät über 8–12 Wochen unter Anleitung eines Tierarztes ist der zuverlässigste diagnostische Ansatz.
Als Hundehalter möchtest du deinem Hund die bestmögliche Pflege geben. Dazu gehört auch zu wissen, dass Hunde – genau wie Menschen – Futtermittelallergien entwickeln können. Es ist wichtig zu wissen, worauf du achten solltest, denn die richtige Diagnose führt zu den richtigen Futterumstellungen und zu echter Erleichterung für deinen Hund.
Eine Futtermittelallergie entsteht, wenn das Immunsystem eines Hundes auf bestimmte Inhaltsstoffe in seinem Futter reagiert und dadurch eine Reihe unangenehmer Symptome auslöst. Magen-Darm-Probleme, Ohrenentzündungen und Hautausschläge gehören zu den häufigsten Anzeichen. Wenn du diese früh erkennst, kann das einen großen Unterschied für das Wohlbefinden und die Lebensqualität deines Hundes machen.
Was ist eine allergische Reaktion bei deinem Hund?
Eine allergische Reaktion entsteht, wenn das Immunsystem eines Hundes übermäßig auf einen Stoff reagiert, den es als schädlich einstuft, obwohl dieser Stoff für die meisten anderen Hunde harmlos ist. Diese Stoffe nennt man Allergene. Dazu können bestimmte Futtermittel, Umwelteinflüsse (Pollen, Hausstaubmilben), Medikamente oder Insektenstiche gehören.
Wenn ein Hund einem Allergen ausgesetzt ist, erkennt das Immunsystem es als Bedrohung und löst eine Entzündungsreaktion aus. Das kann sich auf verschiedene Weise zeigen: Hautreizungen, Verdauungsbeschwerden oder in seltenen Fällen Atemwegssymptome.
Wichtig: Anaphylaxie bei Hunden
Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) sind bei Hunden selten, können aber lebensbedrohlich sein. Anzeichen sind Atembeschwerden, Schwellungen im Gesicht oder Rachen, Schwäche, Zusammenbruch oder Krampfanfälle. In solchen Fällen ist sofort tierärztliche Hilfe erforderlich.
Symptome von Futtermittelallergien bei Hunden erkennen
Die Symptome von Futtermittelallergien unterscheiden sich von Hund zu Hund, aber die Forschung weist immer wieder auf mehrere häufige Erscheinungsbilder hin [1]:
- Juckreiz und Hautreizungen: Futtermittelallergien zeigen sich oft durch juckende Haut. Du bemerkst vielleicht, dass dein Hund an seinen Pfoten, im Gesicht, an den Ohren oder an anderen Stellen kratzt, beißt, leckt oder knabbert. Die Haut kann rot und entzündet werden oder einen Ausschlag entwickeln.
- Magen-Darm-Probleme: Hunde mit Futtermittelallergien können unter Erbrechen, Durchfall, Blähungen oder häufigem Kotabsatz leiden. Das kann mit sichtbarem Unwohlsein oder Bauchschmerzen einhergehen.
- Ohrenentzündungen: Wiederkehrende Ohrenentzündungen sind ein anerkanntes Anzeichen für eine Futtermittelallergie. Betroffene Hunde haben oft entzündete, juckende Ohren, die gerötet oder geschwollen sein können oder unangenehm riechen.
- Chronische Magen-Darm-Erkrankungen: Manche Hunde entwickeln anhaltenden Durchfall oder Verstopfung, die sich durch übliche Futterumstellungen oder Medikamente nicht bessern.
- Atemwegsprobleme: In seltenen Fällen können Futtermittelallergien Husten, pfeifende Atmung, Niesen oder Atembeschwerden verursachen. Diese Symptome werden häufiger mit inhalativen Allergien in Verbindung gebracht, können aber bei schweren Futtermittelreaktionen auftreten.
Was verursacht eine Futtermittelallergie bei deinem Hund?
Futtermittelallergien bei Hunden werden am häufigsten durch Proteine ausgelöst. Rind, Huhn, Milchprodukte und Weizen gehören zu den am häufigsten beteiligten Inhaltsstoffen und machen den Großteil der bestätigten Reaktionen aus [2]. Das Immunsystem erkennt diese Proteine als fremd und löst eine allergische Reaktion aus.
Die Darmbarriere verhindert normalerweise, dass größere Nahrungsmoleküle in den Blutkreislauf gelangen. Wenn diese Barriere beeinträchtigt ist (durch Genetik, Darmentzündungen oder bestimmte Medikamente), können größere Moleküle hindurchtreten und eine Immunreaktion auslösen.
Auch wiederholter Kontakt spielt eine Rolle. Hunde können Empfindlichkeiten gegenüber Inhaltsstoffen entwickeln, die sie jahrelang gefressen haben. Mit der Zeit kann das Immunsystem auf ein bestimmtes Protein sensibilisiert werden, und ein späterer Kontakt löst dann eine Reaktion aus.
Auch die Genetik spielt eine Rolle. Bestimmte Rassen, darunter Boxer, Bulldoggen und Retriever, scheinen anfälliger für Futtermittelallergien zu sein, was auf eine erbliche Komponente hindeutet [3]. Grundsätzlich kann jedoch jeder Hund unabhängig von der Rasse eine Futtermittelallergie entwickeln.
Auch Umweltallergene können die Anfälligkeit erhöhen. Hunde, die bereits empfindlich auf Pollen oder Hausstaubmilben reagieren, entwickeln möglicherweise eher zusätzlich Futtermittelallergien.
Wann solltest du einen Tierarzt kontaktieren?
Wenn du vermutest, dass dein Hund eine Futtermittelallergie hat, wende dich an einen Tierarzt. Dort können die Symptome am besten beurteilt, eine genaue Diagnose gestellt und ein Behandlungsplan erstellt werden. Futtermittelallergien betreffen schätzungsweise 1–2 % der Hunde, die wegen irgendeiner Erkrankung beim Tierarzt vorgestellt werden, und bis zu 62 % der Hunde mit allergischen Hauterkrankungen [4]. Andere Erkrankungen, darunter Umweltallergien und Flohspeichelallergie, können ähnliche Symptome verursachen. Eine professionelle Diagnose ist wichtig.
Dein Tierarzt wird in der Regel eine vollständige Krankengeschichte aufnehmen, einschließlich des aktuellen Futters und der beobachteten Symptome. Möglicherweise werden Bluttests oder eine Ausschlussdiät empfohlen. Eine Ausschlussdiät umfasst in der Regel 8–12 Wochen mit einem neuartigen oder hydrolysierten Proteinfutter, gefolgt von der sorgfältigen Wiedereinführung einzelner Inhaltsstoffe, um den Auslöser zu identifizieren.
Nimm ohne tierärztliche Begleitung nicht eigenständig Futtermittel aus dem Speiseplan deines Hundes. Das kann die Diagnose erschweren und eine wirksame Behandlung verzögern.
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Shop HundefutterQuellen
[1] Verlinden A, Hesta M, Millet S, Janssens GPJ. (2006). Food allergy in dogs and cats: a review. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 46(3), 259–273.
[2] Mueller RS, Olivry T, Prélaud P. (2016). Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (2): common food allergen sources in dogs and cats. BMC Veterinary Research, 12:9.
[3] Hensel P, Santoro D, Favrot C, Hill P, Griffin C. (2015). Canine atopic dermatitis: detailed guidelines for diagnosis and allergen identification. BMC Veterinary Research, 11:196.
[4] Olivry T, Mueller RS. (2017). Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (3): prevalence of cutaneous adverse food reactions in dogs and cats. BMC Veterinary Research, 13:51.
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