Startseite
›
Expertenrat für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes
›
Warum ist Zahnpflege für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit meines Pferdes so wichtig?
Warum ist Zahnpflege für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit meines Pferdes so wichtig?
Wusstest du, dass die Zähne eines Pferdes pro Jahr 2–3 mm wachsen? Ohne ausreichenden Abrieb können sich scharfe Haken bilden, die Wunden und anschließende Schmerzen verursachen können. Kein Wunder, dass Zahnprobleme oft die Ursache für Verhaltens- und Leistungsprobleme sind.
Genau wie beim Menschen ist ein gesundes Gebiss entscheidend für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden eines Pferdes. Als Pferdebesitzer suchst du vielleicht nach wissenschaftlich fundierten Lösungen, um dein Pferd gesünder und zufriedener zu halten (Patterson, 2020).
In diesem Blog zeigen wir dir die folgenden von Tierärzten empfohlenen Lösungen, damit dein Pferd in Topform bleibt:
- Woran du erkennst, dass dein Pferd Zahnprobleme hat
- Warum dein Pferd Zahnprobleme bekommen kann
- Wie Zahnprobleme bei Pferden behandelt werden
- Wie du verhindern kannst, dass Probleme wiederkehren
- Wie Kurkuma helfen kann, die Zähne deines Pferdes gesund zu halten
Welche häufigen Probleme bei Pferden hängen mit den Zähnen zusammen?
Als Pferdebesitzer bemerkst du vielleicht Veränderungen im Verhalten oder in der Gesundheit deines Pferdes oder sogar bei der täglichen Pflege, von denen viele tatsächlich mit Zahnproblemen zusammenhängen können.
Hier sind fünf der häufigsten Anzeichen dafür, dass dein Pferd Probleme mit den Zähnen haben könnte:
-
Futter fallen lassen (Quidding): Dein Pferd spuckt teilweise gekautes Heu oder Getreide aus oder lässt es fallen.
-
Widerstand unter dem Sattel: Kopfschlagen, Widerstand gegen das Gebiss oder Unwilligkeit zu arbeiten.
-
Gewichtsverlust oder schlechter Zustand: Schwierigkeiten beim Kauen führen zu einer geringeren Futteraufnahme.
-
Mundgeruch oder übermäßiger Speichelfluss: Mögliches Anzeichen für Infektionen oder Wunden im Maul.
- Veränderungen im Verhalten: Reizbarkeit, weniger Sozialverhalten oder plötzliche Verhaltensänderungen (AAEP, 2025).
Die Horse Grimace Scale (HGS) (Abbildung 1) kann ein hilfreiches Instrument sein, um Schmerzsignale zu erkennen. Gesichtsausdrücke können mit der HGS verglichen werden, um Zahnerkrankungen objektiv zu beurteilen. Wenn du unsicher bist, sprich am besten mit einem Tierarzt (Dalla Costa et al., 2014).
Wenn du eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerkst, ist es sinnvoll, eine zahnärztliche Untersuchung zu vereinbaren, damit Probleme erkannt werden, bevor sie sich verschlimmern.
Warum treten Zahnprobleme bei Pferden auf?
Die Zähne von Pferden sind an eine rohfaserreiche Ernährung angepasst. Pferde haben ein sogenanntes hypsodontes Gebiss. Das bedeutet, dass ihre Zähne mehr Krone über dem Zahnfleischrand und eine Reservekrone darunter haben (Abbildung 2).
Anders als beim Menschen wachsen (oder eruptionsbedingt schieben) die Zähne eines Pferdes über den größten Teil seines Lebens weiter, um den natürlichen Abrieb durch das Kauen von faserreichem Futter auszugleichen.
Diese Reserven ermöglichen es den Zähnen, weiter zu wachsen und die Teile zu ersetzen, die sich durch das Kauen abnutzen. Diese Reserven sind jedoch begrenzt, weshalb ältere Pferde häufiger unter Zahnverlust leiden (SPANA, 2025; Graham, 2002).
Wie behandelt man Zahnprobleme bei Pferden?
Hohe Kosten und Unsicherheit: Besitzer berichten auch von hohen Kosten für gründliche Untersuchungen oder Eingriffe. Regelmäßige Kontrollen jährlich oder halbjährlich, je nach Alter, können helfen, schwerwiegendere und kostspieligere Probleme zu vermeiden.
Manche Besitzer fragen sich, ob es Alternativen zur Zahnextraktion gibt, zum Beispiel Füllungen oder Wurzelextraktionen. Diese Behandlungen sind heute tatsächlich möglich und können von Tierärzten oder Pferdezahnärzten durchgeführt werden. Dank verbesserter Ausrüstung, sichererer Anästhesie und besserem Wissen sind diese Techniken fortschrittlicher und zugänglicher geworden. Eine Zweitmeinung kann ebenfalls Klarheit über die Notwendigkeit eines Eingriffs geben (Advanced Equine Dentistry Inc., 2020; Lesté-Lasserre, 2023).
Wie lassen sich Zahnprobleme bei Pferden vorbeugen?
Routineuntersuchungen, vorzugsweise einmal im Jahr, werden dringend empfohlen, um Probleme frühzeitig zu erkennen und Schmerzen zu vermeiden. Bei älteren Pferden, etwa ab einem Alter von 15-18 Jahren, können halbjährliche Kontrollen sinnvoll sein. Mit zunehmendem Alter wird die Reservekrone aufgebraucht, wodurch Zahnprobleme wahrscheinlicher werden. Auch jüngere Pferde können von regelmäßiger Kontrolle profitieren. Bis zu einem Alter von etwa fünf Jahren kommen ihre bleibenden Zähne durch. Neben dem schnellen Zahnwechsel können häufigere Untersuchungen helfen, Angst vor Kontrollen in der Zukunft zu vermeiden (Patterson, 2022; AAEP, 2025; Sellers F., 2015).
Angst bei Pferden: Angst ist ein weiterer Faktor, besonders wenn Pferde zu Untersuchungen gehen. Die Art und Weise, wie ein Zahnarzt oder Tierarzt mit dem Pferd umgeht, kann einen großen Einfluss haben. Ein ruhiger Umgang macht einen echten Unterschied, besonders bei jungen oder unerfahrenen Pferden.
Bei jungen Pferden kann eine schrittweise Gewöhnung die Angst verringern. Wenn du dir die Zähne regelmäßig selbst ansiehst—z. B. indem du die Oberlippe anhebst oder die Zunge berührst—kann sich das Pferd in einer vertrauten Umgebung an diese Handlungen gewöhnen, was künftige Untersuchungen erleichtert.
Pferde, die getreidebasierte Rationen bekommen, verbringen weniger Zeit mit dem Kauen, was zu geringerem oder ungleichmäßigem Zahnabrieb führt. Dadurch kann der Bedarf an zahnärztlichen Behandlungen steigen (Kentucky Equine Research, 2015).
Eine auf das einzelne Pferd abgestimmte Ernährung ist daher entscheidend, um den natürlichen Zahnabrieb zu erhalten. Faktoren wie Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau müssen ebenfalls berücksichtigt werden, bevor Anpassungen an der Fütterung vorgenommen werden (AAEP, 2025). Notwendige Anpassungen sollten idealerweise in Absprache mit einem Tierarzt erfolgen.
Wie Tierärztin, Ernährungsberaterin und Curafyt Gründerin Valerie De Clerck betont:
“Die richtige Ernährung ist die Grundlage von Gesundheit. Indem wir die Kraft der Natur nutzen, können wir dafür sorgen, dass Pferde und Haustiere optimale Gesundheit und Vitalität genießen.”
Gibt es eine natürliche Lösung, um die Zahngesundheit zu unterstützen?
Aktuelle Studien (Zhang et al., 2022; Umapathy, 2022; Wojtylko et al., 2023) zeigen, dass die entzündungshemmenden und antimikrobiellen Eigenschaften von Kurkuma die Zahngesundheit positiv beeinflussen können.
- Antimikrobielle Wirkung: Kurkuma stört bakterielle Zellwände, wodurch es für Bakterien schwieriger wird, an Zahnoberflächen zu haften und Zahnbelag zu bilden.
- Entzündungshemmende Wirkung: Zusätzlich zur Reduzierung von Zahnbelag unterstützt Kurkuma die Gesundheit des Zahnfleischs, indem es Immunreaktionen reguliert. Proinflammatorische Zytokine werden gehemmt, während antiinflammatorische Zytokine gefördert werden.
Nahrungsergänzungen mit Kurkuma, wie Restore & Revive, sind eine wertvolle Ergänzung zur Ernährung deines Pferdes. Kurkuma hat außerdem positive Effekte auf die Gelenk- und Muskelgesundheit.
Fazit: Ein gut informierter Besitzer und vorbeugende Pflege sind entscheidend für die Zahngesundheit von Pferden
Die Zahnpflege bei Pferden ist essenziell für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit deines Pferdes. Symptome frühzeitig zu erkennen und regelmäßige Kontrollen sind entscheidend, um ernsthafte Probleme zu vermeiden. Darüber hinaus spielen sowohl Wissen als auch die richtige Ernährung eine wichtige Rolle, um die langfristige Maulgesundheit zu unterstützen. Wenn du eine individuelle Beratung für dein Pferd möchtest oder Fragen zu Ernährung und Nahrungsergänzungen hast, sprich gerne mit deinem Tierarzt oder kontaktiere unseren Tierarzt unter info@curafyt.com.
Teilen
