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Entzündete Hundepfote: Symptome erkennen und schnell behandeln
Entzündete Hundepfote: Symptome erkennen und schnell behandeln
Das Wichtigste auf einen Blick
- Achte auf Rötungen, Schwellungen, Wärme, Hinken und übermäßiges Lecken oder Kauen – das sind die deutlichsten Anzeichen für eine entzündete Pfote.
- Die Ursachen sind sehr unterschiedlich und reichen von bakteriellen oder Pilzinfektionen und Allergien bis hin zu spitzen Fremdkörpern, Verbrennungen und Autoimmunerkrankungen wie Lupus oder Pemphigus.
- Beginne mit Erster Hilfe zu Hause. Reinige die Pfote mit einer Salzwasserspülung, prüfe sie auf Schnitte, trockne sie vollständig ab und decke sie mit einer Socke oder einem Verband ab, damit dein Hund nicht daran leckt.
- Such eine Tierärztin oder einen Tierarzt auf, wenn die Schwellung oder Eiter bestehen bleibt, dein Hund Fieber hat oder das Hinken stark ist, denn diese Anzeichen deuten auf ein tieferes Problem hin, das Antibiotika oder entzündungshemmende Mittel erfordert.
Eine entzündete Pfote beim Hund erkennst du an Rötung, Schwellung, Schmerzen und Humpeln. Die Ursache kann von bakteriellen Infektionen und Allergien bis hin zu Verletzungen, Pilzinfektionen oder Autoimmunerkrankungen reichen. Es ist wichtig, dass du schnell handelst, denn eine unbehandelte Pfote wird selten von allein besser. In diesem Artikel erfährst du, wie du die Symptome richtig erkennst, welche Erste Hilfe du leisten kannst und wann ein Tierarzt nötig ist.
Was sind die Symptome einer entzündeten Pfote beim Hund?
Eine Entzündung an der Pfote deines Hundes kann sich auf verschiedene Weise zeigen. Die häufigsten Symptome sind:
Körperliche Symptome
- Rötung und Schwellung rund um die Pfote oder zwischen den Zehen
- Wärme im betroffenen Bereich
- Schorf, Blasen oder Wunden auf der Haut
- Eiter oder Ausfluss
- Haarausfall an der Pfote oder zwischen den Zehen
- Trockene, rissige Ballen
- Gebrochene oder entzündete Kralle
Verhaltensänderungen
- Übermäßiges Lecken, Beißen oder Kauen an der Pfote
- Humpeln oder Schwierigkeiten bei der Bewegung
- Schmerzhafte Reaktionen bei Berührung, wie Knurren oder Zurückzucken
- Verminderter Appetit und allgemeine Lustlosigkeit
Wenn dein Hund eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, ist schnelles Handeln gefragt. Erkrankungen der Pfotenhaut umfassen eine lange Liste möglicher Beschwerden, weshalb Tierärzte sie eher als diagnostisches Rätsel denn als einzelne Krankheit betrachten [1].
Was sind mögliche Ursachen für eine geschwollene Pfote beim Hund?
Eine entzündete Pfote kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigsten sind:
Infektionen und Entzündungen
- Bakterielle Infektion durch eine kleine Wunde oder festsitzenden Schmutz
- Pilzinfektionen, die die Haut betreffen
- Hefepilze wie Malassezia, die häufig bei Hunden mit Allergien vorkommen [2]
Allergien und Umweltfaktoren
- Futterallergien, die sich durch Hautbeschwerden äußern
- Kontaktallergien, zum Beispiel auf Reinigungsmittel oder Chemikalien auf dem Boden
- Saisonale Allergien wie Pollen und Hausstaubmilben
Körperliche Ursachen und Verletzungen
- Scharfe Gegenstände wie Glas, Dornen oder Grannen in den Ballen
- Verstauchungen oder Knochenverletzungen nach einem Sturz oder einer unglücklichen Landung
- Verbrennungen durch heißen Asphalt oder Chemikalien
Autoimmunerkrankungen und andere Beschwerden
- Immunvermittelte Erkrankungen wie Lupus oder Pemphigus, die häufigste autoimmune Hauterkrankung bei Hunden, die oft die Ballen betrifft [3]
- Arthrose oder Gelenkentzündung, häufig bei älteren Hunden
Indem du die Ursache erkennst, kannst du gezielter handeln und ernsthafte Komplikationen vermeiden. Nicht jede rote Pfote ist ein Notfall, aber nicht jede rote Pfote ist auch „nur“ eine Allergie.
Gut zu wissen
Pemphigus foliaceus ist die häufigste autoimmune Hauterkrankung, die bei Hunden diagnostiziert wird, und die Pfotenballen gehören neben dem Fang und den Ohrmuscheln zu den drei typischsten Stellen [3]. Wenn gleichzeitig Krusten oder Wunden an den Pfoten und im Gesicht auftreten, erwähne das deinem Tierarzt.
Wie kannst du eine entzündete Pfote bei deinem Hund schnell behandeln?
Erste Hilfe bei einer entzündeten Pfote
- Reinige die Pfote mit einer Salzwasserlösung (1 Teelöffel Salz auf 1 Liter Wasser), um Bakterien zu reduzieren.
- Prüfe die Pfote auf Schnitte und entferne Splitter oder Fremdkörper.
- Trockne die Pfote gründlich ab und lass deinen Hund auf einer sauberen Oberfläche ruhen.
- Trage einen beruhigenden Balsam oder eine Creme auf, zum Beispiel Honigsalbe oder Aloe Vera. Die antibakterielle Wirkung von Honig ist gut dokumentiert, auch wenn eine kontrollierte Studie aus dem Jahr 2024 ergab, dass er bei geschlossenen Wunden bei Hunden und Katzen der üblichen tierärztlichen Wundversorgung nicht überlegen war [6]. Betrachte ihn daher eher als beruhigende Unterstützung und nicht als Heilmittel.
- Schütze die Pfote mit einer Socke oder einem Verband, um übermäßiges Lecken zu verhindern.
Welche Hausmittel können helfen?
- Kamillen- oder Ringelblumentee: als Spülung für eine beruhigende Wirkung verwenden.
- Kokosöl oder Teebaumöl: hat entzündungshemmende Eigenschaften, die bei leichten Hautreizungen helfen können.
- Quercetin: Diese pflanzliche Verbindung verringerte in einer Laborstudie [4] die Histaminfreisetzung aus Mastzellen von Hunden, weshalb sie in Routinen zur Allergieunterstützung vorkommt, auch wenn es bislang nur wenige Belege dafür gibt, dass sie den Juckreiz bei Hunden im Alltag tatsächlich verändert.
- Probiotika zur Unterstützung des Darms: Hunde mit allergiebedingten Hautproblemen haben oft eine weniger vielfältige Darmflora, und eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigte, dass eine Ergänzung mit Probiotika den Schweregrad der atopischen Dermatitis über 16 Wochen verringerte [5]. Curafyts Allergy & Itch Ergänzungsmittel kombiniert einen probiotischen Stamm mit hautunterstützenden Nährstoffen für Hunde, bei denen Juckreiz und Verdauungsprobleme oft gemeinsam auftreten.
Leichte Entzündungen können damit behandelt werden, bei starken Symptomen ist jedoch ein Besuch beim Tierarzt notwendig.
Wann solltest du mit einer entzündeten Pfote zum Tierarzt gehen?
Nicht jede Entzündung heilt von selbst ab. Geh zum Tierarzt, wenn:
- Anhaltende Schwellung, Eiterbildung oder offene Wunden
- Ein warmer und schmerzhafter Bereich, begleitet von Fieber
- Starke Lahmheit oder die Unfähigkeit, das Bein zu belasten
- Anzeichen einer tiefergehenden Infektion wie einer Blutvergiftung
Der Tierarzt kann bei Bedarf Antibiotika, entzündungshemmende Mittel oder spezielle Cremes verschreiben.
Wie kannst du einer infizierten Pfote bei deinem Hund vorbeugen?
- Regelmäßige Kontrolle der Pfoten nach dem Spaziergang
- Vermeide Kontakt mit scharfen Gegenständen und Reizstoffen
- Halte die Ballen mit Feuchtigkeit versorgt mit einem schützenden Balsam, wenn sie trocken oder rissig aussehen
- Füttere ausgewogen, um ein starkes Immunsystem zu unterstützen
- Vermeide Allergene, wenn dein Hund empfindlich ist
Fazit
Eine entzündete Pfote beim Hund ist ein häufiges Problem, das schnell behandelt werden sollte. Wenn du die richtigen Symptome erkennst, Erste Hilfe leistest und rechtzeitig zum Tierarzt gehst, kannst du deinem Hund bei der Erholung helfen. Vorbeugen ist besser als heilen, ganz einfach, also kontrolliere die Pfoten regelmäßig und schütze deinen Hund vor den Dingen, die das oft auslösen.
Unterstütze zu Juckreiz neigende, allergieempfindliche Haut
Wenn Allergien immer wieder an den Pfoten und der Haut deines Hundes auftreten, kann ein darauf abgestimmtes tägliches Ergänzungsmittel zusätzlich zum Plan deines Tierarztes helfen.
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[1] Duclos D. Pododermatitis beim Hund. Vet Clin North Am Small Anim Pract. 2013;43(1):57-87. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23182325
[2] Bajwa J. Malassezia-Arten und ihre Bedeutung bei Hauterkrankungen des Hundes. Can Vet J. 2023;64(1):87-90. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9754143
[3] Starr H, Howerth EW, Leon R, Gogal RM Jr, Banovic F. Microarray-Genexpressionsanalyse von Läsionshaut bei caninem Pemphigus foliaceus. Vet Sci. 2024;11(2):89. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10893259
[4] Sommerhoff CP, Osborne ML, Lazarus SC. Wirkung von Inhibitoren auf die Histaminfreisetzung aus Mastzellen, die durch bronchoalveoläre Lavage bei Basenji-Greyhound- und Mischlingshunden gewonnen wurden. Agents Actions. 1990;31(3-4):183-9. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1707583
[5] Song H, Mun SH, Han DW, Kang JH, An JU, Hwang CY, Cho S. Probiotika lindern atopische Dermatitis, indem sie die Dysbiose der Darmmikrobiota bei Hunden modulieren. BMC Microbiol. 2025;25(1):228. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12012994
[6] Gouletsou PG, Zacharopoulou T, Skampardonis V, et al. Heilung von Inzisionswunden per primam intentionem bei Hunden und Katzen: eine kontrollierte Studie zu Dermapliq und Manuka-Honig. Vet Sci. 2024;11(2):64. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10892332
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