Is Insect-Based Dog Food a Healthy Choice?

Ist Hundefutter auf Insektenbasis eine gesunde Wahl?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Larven der Schwarzen Soldatenfliege und Mehlwurmmehl erreichen 50 bis 70 % Rohprotein und decken alle zehn essenziellen Aminosäuren ab, die ein Hund braucht.
  • Die Proteinverdaulichkeit dieser Insektenquellen liegt zwischen 75 und 87 % und damit im gleichen Bereich wie Geflügelmehl.
  • Weil bislang kaum ein Hund Insektenprotein gefressen hat, eignet es sich als neuartige Proteinquelle für Ausschlussdiäten bei Allergien, besonders wenn dabei auch auf Weizen, Gerste und Milchprodukte verzichtet wird.
  • Insekten wandeln Futter deutlich effizienter in Körpermasse um als Hühner oder Rinder, und ihr Treibhausgasausstoß pro Kilogramm Protein ist etwa 100-mal geringer als der von Rindfleisch.
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    Insektenprotein wirkt zunächst ungewöhnlich, bis du dir die Zahlen ansiehst. Larven der Schwarzen Soldatenfliege und Mehlwurmpulver können auf Trockensubstanzbasis 50 bis 70 % Rohprotein erreichen [1]. Sie enthalten alle zehn essenziellen Aminosäuren, die ein Hund braucht. Und das mit nur einem Bruchteil der Fläche, des Wassers und des Futters, das konventionelle Nutztiere benötigen. Die Frage ist nicht, ob Insekten eine geeignete Proteinquelle sind. Sondern ob sie speziell für Hunde wirklich gut sind.

    Das Protein-Argument, gestützt durch Studien

    Die Proteinqualität wird nicht am Prozentwert auf der Packung gemessen, sondern daran, wie viel der Hund tatsächlich aufnehmen und verwerten kann. Studien zu Larven der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens) und Mehlwurm (Tenebrio molitor) zeigen bei Hunden eine Proteinverdaulichkeit von 75 bis 87 %, je nach Verarbeitungsmethode, und liegen damit im gleichen Bereich wie Geflügelmehl [1].

    Insektenmehl enthält außerdem von Natur aus relevante Mengen an Taurin. Taurin ist entscheidend für die Herzfunktion. Es wird bei den meisten Hunden technisch gesehen nicht als essenziell eingestuft, da der Körper es selbst synthetisieren kann, aber bestimmte Rassen haben Schwierigkeiten, genug davon zu bilden. Wenn es direkt aus der Proteinquelle stammt, statt nach der Verarbeitung synthetisch zugesetzt zu werden, ist das ein echter Vorteil.

    Die ehrliche Einschränkung

    Langzeit-Fütterungsstudien zu Insektenprotein bei Hunden sind noch rar. Kurzfristige Daten zur Verdaulichkeit sind solide. Aber Gesundheitsdaten über einen Zeitraum von zehn Jahren gibt es bisher einfach nicht. Die EU hat diese Zutaten erst 2021 für Tierfutter zugelassen [2]. Das kurzfristige Bild sieht gut aus. Langfristig bleibt es noch eine offene Frage.

    Warum es bei allergischen Hunden gut funktioniert

    Futtermittelallergien bei Hunden werden fast immer durch Proteine ausgelöst, mit denen der Hund wiederholt in Kontakt gekommen ist. Rind macht 34 % der dokumentierten Fälle von Futtermittelallergien aus, Milchprodukte 17 %, Huhn 15 % [3]. Die Logik hypoallergener Ernährung ist, ein Protein zu verwenden, das das Immunsystem noch nie gesehen hat und gegen das deshalb noch keine Sensibilisierung besteht.

    Fast kein Hund hat zuvor Insektenprotein gefressen. Genau diese Neuartigkeit ist der Mechanismus. Eine Insektenrezeptur mit nur einer Proteinquelle, die außerdem Weizen, Gerste und Milchprodukte ausschließt, entfernt die Auslöser, auf die die meisten allergischen Hunde reagieren. Sie heilt die zugrunde liegende Empfindlichkeit nicht. Sie entfernt den Auslöser.

    "Neuartige Proteinquellen werden als erste Option in diätetischen Eliminationsversuchen bei Hunden mit vermuteter Futtermittelallergie empfohlen." Mueller RS & Olivry T, Leitlinien der Veterinärdermatologie [3]

    Die Zahlen zur Nachhaltigkeit

    Insekten wandeln Futter etwa 2,5-mal effizienter in Körpermasse um als Hühner und 12-mal effizienter als Rinder [4]. Der Treibhausgasausstoß pro Kilogramm Insektenprotein ist je nach Art und Haltungsform etwa 100-mal niedriger als bei Rindfleischprotein [4]. Beim Flächenverbrauch zeigt sich ein ähnliches Verhältnis.

    Eine Studie in PLOS ONE schätzte, dass Hunde und Katzen in den Vereinigten Staaten für etwa 25 bis 30 % der Umweltbelastung durch die Fleischproduktion in den USA verantwortlich sind [5]. Mit wachsender Zahl an Haustieren weltweit steigt auch dieser Wert. Insektenprotein ist einer der wenigen praktikablen Hebel, der diese Zahl spürbar verändert.

    Wird dein Hund es fressen?

    Hunde fressen mit der Nase, nicht mit den Augen. Insektenmehl erzeugt ein Aroma, auf das Hunde in Schmackhaftigkeitstests konstant gut reagieren und das ähnlich gut abschneidet wie Trockenfutter auf Geflügelbasis. Die meisten Hunde stellen sich ohne Probleme um. Zögerliche Fresser brauchen meist nur eine langsame Umstellung über 10 Tage zusammen mit ihrem bisherigen Futter.

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    Eine Proteinquelle, die einen Versuch wert ist

    Die kurzfristige Evidenz ist gut. Die meisten Hunde passen sich gut an. Gegen das Nachhaltigkeitsargument lässt sich kaum etwas sagen.

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    Quellen

    [1] Bosch G, Zhang S, Oonincx DGAB, Hendriks WH. Protein quality of insects as potential ingredients for dog and cat foods. J Nutr Sci. 2014;3:e29.

    [2] European Commission. Commission Regulation (EU) 2021/1372 authorising black soldier fly larvae and other insect species for use in pet food. Official Journal of the European Union. 2021.

    [3] Mueller RS, Olivry T, Prélaud P. Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (2): common food allergen sources in dogs and cats. BMC Vet Res. 2016;12:9.

    [4] Oonincx DGAB, de Boer IJM. Environmental impact of the production of mealworms as a protein source for humans: a life cycle assessment. PLoS ONE. 2012;7(12):e51145.

    [5] Okin GS. Environmental impacts of food consumption by dogs and cats. PLoS ONE. 2017;12(8):e0181301.

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