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Ist getreidefreies Hundefutter besser?
Ist getreidefreies Hundefutter besser?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die meisten Futtermittelallergien bei Hunden werden durch tierische Proteine verursacht (Rind 34 %, Huhn 15 %), nicht durch Getreide. Getreidefrei allein löst das Problem nur selten.
- Die FDA leitete 2018 eine Untersuchung zu einem möglichen Zusammenhang zwischen getreidefreien, hülsenfruchtreichen Futtermitteln und dilatativer Kardiomyopathie (DCM) bei Hunden ein.
- Getreidefrei bedeutet nicht kohlenhydratarm; Erbsen, Linsen und Tapioka ersetzen Getreide oft als stärkereiche Alternativen.
- Für Reis und Hafer wird bei Hunden nur sehr selten über Allergien berichtet, und sie können sicher in hypoallergenen Rezepturen verwendet werden.
Getreidefreies Hundefutter wurde in den 2010er-Jahren stark vermarktet, angetrieben von Paleo- und glutenfreien Trends aus der Humanernährung. Die Idee war einfach: Getreide sind Füllstoffe, Hunde brauchen sie nicht, also wird das Futter gesünder, wenn man sie weglässt. Die Realität ist komplexer, und eine laufende behördliche Untersuchung hat die Diskussion deutlich verändert.
Die DCM-Untersuchung der FDA
2018 leitete die US Food and Drug Administration eine Untersuchung ein, nachdem 524 Meldungen über dilatative Kardiomyopathie (DCM, eine schwere Erkrankung des Herzmuskels) bei Hunden eingegangen waren, die überwiegend getreidefreie Futtermittel fraßen [1]. Der Zusammenhang schien vor allem Rezepte mit hohem Hülsenfruchtanteil zu betreffen, bei denen Erbsen, Linsen und Kichererbsen nicht nur Getreide, sondern auch einen erheblichen Teil des Proteins ersetzten. Ein eindeutiger ursächlicher Mechanismus wurde bisher nicht bestätigt, aber die Untersuchung hat verändert, wie viele Tierärzte Empfehlungen zu getreidefreier Ernährung einschätzen, besonders bei großen und sehr großen Rassen.
Getreidefrei bedeutet nicht kohlenhydratarm
Viele getreidefreie Rezepturen ersetzen Weizen und Mais durch Erbsen, Kartoffeln und Tapioka, die alle reich an Kohlenhydraten sind. Der gesamte Stärkegehalt ist oft gleich hoch oder sogar höher als bei Futtermitteln mit Getreide. „Getreidefrei“ beschreibt, was fehlt, nicht wie die gesamte Nährstoffzusammensetzung aussieht.
Sind Getreide überhaupt das eigentliche Allergieproblem?
Nicht in erster Linie. Eine systematische Auswertung veröffentlichter Fallberichte zu Futtermittelallergien ergab, dass die drei häufigsten Allergene bei Hunden Rind (34 %), Milchprodukte (17 %) und Huhn (15 %) waren [2]. Weizen lag bei 13 %. Getreide als Kategorie machen einen kleineren Anteil der dokumentierten Futtermittelallergien aus als Rind allein. Der Wechsel zu getreidefrei löst also ein Problem, das statistisch gesehen nicht die häufigste Ursache einer Futtermittelallergie ist.
Trotzdem reagieren manche Hunde auf bestimmte Getreide. Vor allem Gerste und Weizen enthalten Gluten, und bei bestimmten Rassen sind Fälle von Glutensensitivität dokumentiert [2]. Reis und Hafer bergen ein sehr geringes Allergierisiko und tauchen in Fallberichten über unerwünschte Reaktionen nur selten auf.
Wann getreidefrei eine sinnvolle Wahl ist
Drei Situationen stechen hervor. Erstens, wenn ein Hund eine bestätigte Sensitivität gegenüber Weizen oder Gerste hat, nachgewiesen durch eine Eliminationsdiät und nicht nur vermutet. Zweitens, wenn die getreidefreie Rezeptur zusätzlich eine neuartige Proteinquelle nutzt (Insektenmehl, Wild, Ente) statt Huhn oder Rind. In diesem Fall macht vor allem das neuartige Protein den Unterschied, nicht der getreidefreie Anteil. Drittens, bei Hunden, die zu Verdauungsproblemen mit stärkereichem Futter neigen und bei denen speziell Getreide der Auslöser zu sein scheint.
Nichts davon macht getreidefrei pauschal besser. Es macht es nur für die konkrete Situation eines bestimmten Hundes besser.
Worauf du statt auf das Label „getreidefrei“ achten solltest
Die sinnvollere Frage als „ist das getreidefrei?“ ist: „Was ist die Proteinquelle, und ist sie für diesen Hund geeignet?“ Ein getreidefreies Futter mit Huhn als Hauptprotein hilft einem Hund mit Hühnerallergie überhaupt nicht. Ein Futter mit Getreide und neuartigem Insektenprotein ist für diesen Hund sinnvoller als jede getreidefreie Alternative auf Hühnerbasis.
IMBY GI Sensitive Hundefutter
Getreidefreies Trockenfutter auf Insektenbasis für Hunde mit Futtermittelallergien. Eine einzige neuartige Proteinquelle, keine häufigen tierischen Allergene, plus Präbiotika zur Unterstützung der Verdauung.
IMBY Insektenbasiertes Vitality Hundefutter
Vollwertiges Alltagsfutter mit hypoallergenem Insektenprotein. Für Hunde, die eine allergenarme Ernährung brauchen; enthält Reis als gut verdauliche Kohlenhydratquelle.
Die Proteinquelle ist wichtiger als die Getreidefrage
Wenn dein Hund Hautprobleme oder Verdauungsbeschwerden hat, fang bei der Proteinquelle an, nicht beim Getreidegehalt.
Finde das passende FutterQuellen
[1] US Food and Drug Administration (FDA). FDA Investigation into Potential Link between Certain Diets and Canine Dilated Cardiomyopathy. fda.gov, 2019.
[2] Mueller RS, Olivry T, Prélaud P. Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (2): common food allergen sources in dogs and cats. BMC Vet Res. 2016;12:9.
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