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Welche möglichen Nebenwirkungen kann die Umstellung auf hypoallergenes Hundefutter haben?
Welche möglichen Nebenwirkungen kann die Umstellung auf hypoallergenes Hundefutter haben?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Umstellung auf hypoallergenes Hundefutter kann kurzfristig zu Verdauungsbeschwerden wie leichtem Durchfall, Erbrechen oder Blähungen führen, während sich der Körper deines Hundes daran gewöhnt.
- Ein verminderter Appetit ist anfangs ganz normal, da das neue Futter anders schmeckt, aber mit etwas Geduld und einer schrittweisen Umstellung legt sich das meist.
- Achte während der Umstellung auf Hautreizungen oder Verhaltensänderungen und kontaktiere deinen Tierarzt, wenn sie auftreten, um zugrunde liegende Probleme auszuschließen.
- Wenn du das neue Futter langsam einführst, es mit dem bisherigen Futter mischst und den Anteil nach und nach erhöhst, lassen sich Verdauungsprobleme minimieren und die Umstellung fällt leichter.
Ernährung steht bei fast jedem Hundebesitzer ganz oben auf der Prioritätenliste – und das aus gutem Grund. Wenn dein Hund mit Futtermittelallergien zu kämpfen hat, ist die Wahl des richtigen Futters noch wichtiger. Hypoallergenes Hundefutter ist oft die Lösung. Aber eine Futterumstellung verläuft selten völlig reibungslos, deshalb zeigt dir dieser Artikel, welche Nebenwirkungen während der Umstellung auftreten können und wie du sie gut im Griff behältst.
Was ist hypoallergenes Hundefutter?
Hypoallergenes Hundefutter ist so zusammengesetzt, dass das Risiko allergischer Reaktionen verringert wird – vor allem, indem häufige Allergene wie Rind, Milchprodukte und Weizen durch Alternativen ersetzt werden, auf die das System deines Hundes bisher nicht reagiert hat. Richtig eingesetzt kann es die Lebensqualität von Hunden mit Futtermittelallergien deutlich verbessern. Studien schätzen, dass unerwünschte Hautreaktionen auf Futter je nach untersuchter Population von einem kleinen Anteil bis hin zu etwa einem Viertel der Hunde mit Hauterkrankungen betreffen können – Grund genug, die Futterwahl ernst zu nehmen.[1]
Mögliche Nebenwirkungen beim Wechsel zu hypoallergenem Hundefutter
Die Umstellung deines Hundes auf hypoallergenes Futter geschieht meist mit guten Absichten – und in der Regel funktioniert sie auch. Aber die Umstellung selbst verläuft nicht immer ganz glatt. Selbst Futter, das allergischen Hunden echte Vorteile bietet, braucht Zeit, um sich in einem Verdauungssystem einzuspielen, das etwas anderes gewohnt ist.
Die unten aufgeführten Nebenwirkungen sind fast immer vorübergehend und gut beherrschbar – kein Zeichen dafür, dass etwas schiefgelaufen ist.
Verdauungsprobleme
Verdauungsbeschwerden sind die häufigste Reaktion. Der Darm deines Hundes muss sich an neue Zutaten anpassen, und diese Umstellung kann sich durch leichten Durchfall, Erbrechen oder Blähungen zeigen. Das ist unangenehm mit anzusehen, aber diese Symptome sind normalerweise nur von kurzer Dauer und klingen ab, sobald die Umstellungsphase vorbei ist.[2]
Weniger Appetit
Manche Hunde fressen anfangs mit weniger Begeisterung, einfach weil das neue Futter anders schmeckt. Das ist verständlicherweise beunruhigend, wenn dein Hund beim Abendessen die Nase rümpft. Meist reichen etwas Geduld und ein paar praktische Anpassungen aus, um den Appetit wieder in die richtige Spur zu bringen.
Andere mögliche Reaktionen
Seltener zeigen Hunde während der Umstellung Hautreizungen oder Verhaltensänderungen. Das solltest du nicht einfach abtun. Juckreiz, Rötungen, Ausschlag oder eine auffällige Veränderung bei Stimmung oder Energie sind ein guter Grund, deinen Tierarzt anzurufen, denn dort kann am besten abgeklärt werden, ob etwas Ernsteres dahintersteckt.
Wie kannst du Nebenwirkungen minimieren?
Die gute Nachricht: Die meisten dieser Nebenwirkungen lassen sich mit etwas Planung vermeiden.
Langsame Umstellung
Eine abrupte Futterumstellung ist ein Schock für das Verdauungssystem. Eine schrittweise Umstellung nicht. Gib dem Darm deines Hundes Zeit, sich in seinem eigenen Tempo anzupassen, und du verringerst das Risiko für Verdauungsbeschwerden deutlich. Es hilft auch, sich an die empfohlenen Fütterungshäufigkeiten und Mengen für hypoallergenes Hundefutter zu halten, statt die Portionen zu schätzen.
Schrittweise Einführung des neuen Futters
Beginne damit, eine kleine Menge des neuen Futters unter das bisherige Futter deines Hundes zu mischen, und erhöhe den Anteil dann über mehrere Tage, bis du vollständig umgestellt hast. So kann sich dein Hund an den neuen Geschmack und die neue Konsistenz gewöhnen, während sein Darm genug Zeit bekommt, sich anzupassen. Beobachte, wie er darauf reagiert, und passe das Tempo entsprechend an. Manche Hunde gewöhnen sich schneller als andere – lass also lieber die Reaktion deines Hundes das Tempo bestimmen als einen festen Zeitplan.
Ausschlussdiät und tierärztlicher Rat
Eine Ausschlussdiät ist hier eines der hilfreicheren Werkzeuge. Sie funktioniert, indem bestimmte Zutaten aus der Ernährung deines Hundes entfernt werden, um genau herauszufinden, was die Reaktion auslöst.[3] Wenn du das vor dem Wechsel zu hypoallergenem Futter machst, weißt du, welche Allergene du vermeiden solltest, statt zu raten. Am besten wird sie unter tierärztlicher Aufsicht durchgeführt. Das ist kein DIY-Projekt, bei dem du Fehler machen möchtest.
Die Bedeutung einer Ausschlussdiät unter Aufsicht eines Tierarztes
Die Rolle des Tierarztes ist hier nicht nur überwachend. Er beurteilt, wie dein Hund in jeder Phase reagiert – und genau das macht den Unterschied zwischen einer Diätprobe, die eine klare Antwort liefert, und einer, die nur noch mehr Verwirrung stiftet.
Nährwert und Qualität des Futters
Der Wechsel zu einer hypoallergenen Rezeptur löst ein Problem, sollte aber kein neues schaffen. Prüfe das Nährstoffprofil und die Qualität der Zutaten genauso sorgfältig, wie du nach Allergenen schaust: Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe müssen für die individuellen Bedürfnisse deines Hundes ausgewogen zusammengestellt sein.
Setze auf hochwertige Zutaten und vertrauenswürdige Marken
Die Qualität der Zutaten und der Ruf der Marke sind beide wichtiger, als es auf den ersten Blick scheint. Bessere Zutaten bedeuten oft eine bessere Verdaulichkeit und ein Futter, das dein Hund wirklich gut verträgt – nicht nur eines, das auf dem Etikett gut aussieht. Marken, die Vertrauen aufgebaut haben, haben sich dieses meist durch eine konstant hohe Qualitätskontrolle verdient.
Eine randomisierte kontrollierte Studie aus dem Jahr 2021 zeigte, dass Hunde mit bestätigten Futtermittelreaktionen deutlich weniger Kratzen und niedrigere Werte bei Hautläsionen aufwiesen, nachdem sie auf eine therapeutische Ausschlussdiät gesetzt wurden,[4] was dafür spricht, von Anfang an ein gut formuliertes hypoallergenes Futter zu wählen.
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Quellen
[1] Olivry, T., & Mueller, R.S. (2017). Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (3): prevalence of cutaneous adverse food reactions in dogs and cats. BMC Veterinary Research, 13(1), 51. https://doi.org/10.1186/s12917-017-0973-z
[2] Gaschen, F.P., & Merchant, S.R. (2011). Adverse food reactions in dogs and cats. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice, 41(2), 361–379. https://doi.org/10.1016/j.cvsm.2011.02.005
[3] Olivry, T., Mueller, R.S., & Prelaud, P. (2015). Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (1): duration of elimination diets. BMC Veterinary Research, 11(1), 225. https://doi.org/10.1186/s12917-015-0541-3
[4] Weemhoff, J.L., MacLeay, J.M., Brejda, J., et al. (2021). Successful nutritional control of scratching and clinical signs associated with adverse food reaction: A randomized controlled COSCAD'18 adherent clinical trial in dogs in the United States. Journal of Veterinary Internal Medicine, 35(4), 1884–1892. https://doi.org/10.1111/jvim.16193
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