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Was verursacht Winterallergien bei Hunden?
Was verursacht Winterallergien bei Hunden?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Winterallergien bei Hunden werden meist durch Innenraumallergene wie Hausstaubmilben, Schimmel und Hautschuppen statt durch Pollen ausgelöst, da Hunde in den kalten Monaten mehr Zeit drinnen verbringen.
- Streusalz und Frostschutzmittel können die Haut eines Hundes reizen und allergische Reaktionen verschlimmern, deshalb hilft es, die Pfoten abzuwischen und die Haare zwischen den Zehen zu pflegen, um vor diesen Winterchemikalien zu schützen.
- Achte auf Juckreiz, Kratzen, Haarausfall, Ohrenentzündungen und Atemwegssymptome wie Niesen oder Husten, denn das sind die häufigsten Symptome von Winterallergien.
- Eine Ausschlussdiät mit hypoallergenem Futter über acht bis zwölf Wochen kann helfen, Futtermittelallergien zu erkennen, während regelmäßiges Waschen, Luftreiniger und eine vom Tierarzt begleitete Immuntherapie die Symptome von Umweltallergien lindern können.
In den Wintermonaten können Hunde allergische Reaktionen auf verschiedene Umweltfaktoren zeigen. Hunde können auf Umweltfaktoren wie Pollen, Schimmel, Hausstaubmilben oder sogar Gras allergisch reagieren. Pollenallergien sind im Winter seltener, andere Allergene kommen dann jedoch häufiger vor.
Welche Allergene kommen bei Hunden in den Wintermonaten häufig vor?
In den Wintermonaten kann dein Hund unter verschiedenen Allergenen leiden, auch wenn manche Allergien in anderen Jahreszeiten häufiger vorkommen. Hier sind einige häufige Winterallergene:
- Hautschuppen und Hausstaubmilben
Wenn Hunde mehr Zeit in Innenräumen verbringen, wie es im Winter der Fall ist, sind sie stärker Hausstaubmilben und Hautschuppen von Menschen oder anderen Haustieren ausgesetzt. Manche Hunde können dagegen allergisch sein.
- Schimmel
Schimmelwachstum wird durch schlecht belüftete und feuchte Bereiche begünstigt. Das kann bei Hunden eine allergische Reaktion auslösen.
- Futter
Futtermittelallergien können das ganze Jahr über auftreten, aber in den Wintermonaten bekommen manche Hunde mehr Essensreste vom Tisch oder anderes Futter. Das kann allergische Reaktionen auslösen.
- Winterchemikalien
In den Wintermonaten können Streusalz und Frostschutzmittel bei deinem Hund Hautreizungen verursachen. Das kann allergische Reaktionen verschlimmern, wenn dein Hund damit in Kontakt kommt.
Symptome von Winterallergien bei Hunden
Zu den häufigen Symptomen, die Hunde aufgrund von Allergien im Winter zeigen können, gehören Juckreiz, Kratzen, Beißen oder Lecken der Haut, Haarausfall, Ohrenentzündungen und Atemwegsprobleme wie Niesen oder Husten.
Wie kannst du Winterallergien bei Hunden in den Griff bekommen?
Es gibt ein paar Dinge, die du tun kannst, um die Symptome deines Hundes im Zusammenhang mit Winterallergien zu lindern. Zum Beispiel kannst du dein Zuhause gut lüften, um die Ansammlung von Allergenen wie Hausstaubmilben und Schimmel zu reduzieren.
Trockne deinen Hund gründlich ab, nachdem er im Regen draußen war oder gebadet hat. Verwende dafür ein Handtuch statt einen Föhn, um weitere Hautreizungen zu vermeiden.
Schütze die Pfoten deines Hundes vor Eis und Streusalz, indem du die Haare zwischen seinen Zehen kürzt. Lass sie nicht zu lang werden und verwende bei Bedarf Vaseline, um Trockenheit vorzubeugen.
Wenn du nicht weißt, was die allergische Reaktion verursacht, könntest du eine Ausschlussdiät in Betracht ziehen. So kannst du bestimmte Zutaten weglassen und die Ursache der Allergie ermitteln. Um die Allergene zu identifizieren, wird in der Regel hypoallergene Nahrung empfohlen. Eine Auswertung veterinärmedizinischer Studien ergab, dass Ausschlussdiäten mindestens 8 Wochen dauern müssen, um eine Futtermittelallergie bei mehr als 90 % der Hunde korrekt zu diagnostizieren. Deshalb lohnt es sich, den Test vollständig durchzuziehen, statt ihn nach ein paar Wochen aufzugeben [1].
Welche Allergien bei Hunden können sich im Winter verschlimmern?
Wenn dein Hund auf Hausstaubmilben oder Schimmelsporen allergisch reagiert, kann sich das im Winter deutlich verschlimmern. Im Winter lassen Menschen ihre Fenster eher geschlossen und drehen die Heizung auf. Hausstaubmilben und Schimmelsporen zirkulieren dann durch das Heizsystem und verbreiten sich im ganzen Haus.
Welche Faktoren verursachen am häufigsten Allergien bei Hunden?
Es gibt drei Hauptkategorien, auf die Hunde am häufigsten allergisch reagieren: Futter, Umwelt und Flöhe. Es gibt auch noch einige andere Allergiearten, wie Kontaktallergien, Arzneimittelallergien und Allergien gegen Chemikalien, die etwas seltener vorkommen.
Hunde können Futtermittelallergien gegen bestimmte Zutaten entwickeln. Am häufigsten sind Rindfleisch, Huhn, Milchprodukte, Weizen, Eier und Mais. Zu den möglichen Symptomen gehören Juckreiz, Ohrenentzündungen, Erbrechen, Hautausschläge und chronischer Durchfall.
Umweltallergien werden durch Allergene wie Hausstaubmilben, Schimmelsporen, Pollen, Gras, Federn, Rauch oder Parfüms ausgelöst. Zu den Symptomen gehören gerötete Haut, Juckreiz, Niesen, tränende Augen und Ohrenentzündungen.
Flohallergie kann die schwerste Form sein. Hunde, die auf Flöhe allergisch reagieren, reagieren sehr stark auf den Speichel von Flohbissen. Schon ein einzelner Flohbiss kann starken Juckreiz verursachen.
Wie erkenne ich, ob mein Hund unter einer Winterallergie leidet?
Es gibt einige Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass dein Hund im Winter unter allergischen Symptomen leidet:
- Hautprobleme
Hautinfektionen, Schorf, Beulen, Haarausfall, kahle Stellen, Kratzen, Lecken, gerötete Haut oder gereizte Haut.
- Ohrenprobleme
Kopfschütteln, Kratzen an den Ohren, rote und warme Ohren, ein unangenehmer Geruch oder Ausfluss.
- Magen-Darm-Beschwerden
Chronischer Durchfall, Erbrechen oder übermäßige Blähungen.
- Atemwegsprobleme
Niesen, tränende Augen, eine laufende Nase oder Kurzatmigkeit.
Wie erkenne ich, welche Art von Allergie mein Hund hat?
Umweltallergie: Diese Symptome können aufflammen und wieder abklingen und auch saisonal auftreten. Achte genau darauf, womit dein Hund in Kontakt gekommen ist und in welchen Umgebungen er sich die meiste Zeit aufhält.
Flohallergie: Das führt fast immer zu Hautproblemen. Flöhe kann man manchmal mit bloßem Auge sehen, manchmal aber auch nicht. Dein Tierarzt kann eine Flohallergie jedoch sofort ausschließen.
Futterallergie: Diese kann eine große Bandbreite an Symptomen verursachen. Haut- und Darmprobleme sind am häufigsten. Achte genau auf die Ernährung deines Hundes und versuche, während einer Ausschlussdiät Leckerlis oder Essensreste vom Tisch zu vermeiden.
Was hilft bei Allergien bei Hunden?
Bei einer Futterallergie kannst du deinen Hund auf eine Ausschlussdiät setzen und ihn acht bis zwölf Wochen lang mit hypoallergenem Futter füttern. Danach kannst du die Zutaten einzeln wieder einführen, um zu sehen, auf welche dein Hund reagiert.
Bei Umweltallergien kannst du deinen Hund regelmäßig waschen, um Allergene abzuspülen. Wasche Decken, sauge häufig und nutze Luftreiniger. Wenn du das mit deinem Tierarzt besprichst, kann eine Allergie-Immuntherapie eine Option sein; dabei handelt es sich um Injektionen, die die Reaktion des Immunsystems verringern sollen. Du kannst außerdem ein Ergänzungsmittel gegen Juckreiz geben, das die Hautbarriere unterstützt und hilft, allergische Symptome zu beruhigen.
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Bei einer Flohallergie kannst du Flohmittel verwenden, um Flöhe zu bekämpfen. Wasche das Hundebett und sauge Teppiche und Möbel gründlich ab. Um die Haut deines Hundes zu beruhigen, kannst du spezielle Shampoos oder Salben verwenden, um den Juckreiz zu lindern.
Fazit: Was verursacht Winterallergien bei Hunden?
Wir können daraus schließen, dass Hunde in den Wintermonaten zu verschiedenen Allergien neigen, darunter Hausstaubmilben, Schimmel, Futter und winterliche Chemikalien wie Streusalz. Da Hunde im Winter mehr Zeit drinnen verbringen, steigt ihre Belastung durch Allergene, was zu Symptomen wie Juckreiz, Hautreizungen, Ohrenentzündungen und Atemproblemen führen kann.
Um Winterallergien in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, dein Zuhause gut zu lüften, deinen Hund sauber und trocken zu halten, seine Pfoten vor Streusalz zu schützen und bei Futterallergien eine Ausschlussdiät in Betracht zu ziehen. Regelmäßiges Reinigen, der Einsatz von Luftreinigern und bei Bedarf eine Allergie-Immuntherapie können helfen, die Symptome zu reduzieren. Ein Besuch beim Tierarzt kann die genaue Ursache der allergischen Reaktionen klären und dabei helfen, eine passende Behandlung zu finden.
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[1] Olivry T, Mueller RS, Prélaud P. Kritisch bewertetes Thema zu unerwünschten Futterreaktionen bei Haustieren (1): Dauer von Ausschlussdiäten. BMC Vet Res. 2015;11:225. https://doi.org/10.1186/s12917-015-0541-3
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