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Zahnen bei Hunden: wann und welche Zähne?
Zahnen bei Hunden: wann und welche Zähne?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Welpen beginnen im Alter von 13 bis 21 Wochen mit dem Zahnen, und die meisten haben mit 6 bis 7 Monaten ihr vollständiges bleibendes Gebiss.
- Kauen, Sabbern, leichtes Zahnfleischbluten und ein geringerer Appetit sind ganz normale Teile dieses Prozesses.
- Weiche, biegsame Kauspielzeuge und eingeweichtes oder feuchtes Futter lindern den Schmerz bei empfindlichem Zahnfleisch.
- Ein Milchzahn, der nach 7 Monaten noch an Ort und Stelle ist, oder schief nachwachsende Zähne sollten tierärztlich kontrolliert werden, bevor daraus ein größeres Problem wird.
Der Zahnwechsel bei Hunden beginnt normalerweise im Alter von etwa 3 bis 4 Monaten und endet zwischen dem 6. und 7. Monat. Dieser Prozess kann Beschwerden wie vermehrtes Beißen, Speichelfluss und Veränderungen des Appetits mit sich bringen. In diesem Artikel erfährst du alles über den Zahnwechsel bei Welpen, vom Durchbruch der ersten Zähne bis zur richtigen Zahnpflege nach diesem Prozess.
Wann beginnt der Zahnwechsel bei Hunden?
Bei Hunden beginnt der Zahnwechsel zwischen der 13. und 21. Lebenswoche. Dieser Prozess verläuft in Phasen: Zuerst brechen die Schneidezähne durch, gefolgt von den Eckzähnen und Prämolaren. Die Molaren kommen später und müssen nicht ersetzt werden, da sie von Anfang an zum bleibenden Gebiss gehören.[1]
Wie lange dauert der Zahnwechsel bei Hunden?
Der Zahnwechsel bei Hunden dauert im Durchschnitt 3 bis 4 Monate, vom 3. bis zum 7. Monat. In dieser Zeit wechselt dein Welpe von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen.[1]
Welche Zähne werden wann ersetzt?
Bei der Geburt hat ein Hund keine Zähne. Zuerst brechen die Milchzähne durch, die später durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. Hier ist ein Überblick über den Zahnwechsel:
| Zahnart | Durchbruch der Milchzähne | Zeitpunkt des Zahnwechsels |
|---|---|---|
| Schneidezähne | 3–4 Wochen | 3–5 Monate |
| Eckzähne | 3–5 Wochen | 5–7 Monate |
| Prämolaren | 4–12 Wochen | 4–6 Monate |
| Molaren | Nicht zutreffend | 4–7 Monate |
Symptome des Zahnwechsels bei Welpen
Der Zahnwechsel kann verschiedene Symptome verursachen, wie zum Beispiel:
- Vermehrtes Kauverhalten: Welpen kauen häufiger auf Gegenständen, Händen oder anderen Dingen. Kauen scheint die Beschwerden des Zahnwechsels zu lindern, genau deshalb nimmt es in dieser Phase zu.[1]
- Erhöhte Speichelproduktion: Mehr Speichelfluss durch den Zahnwechsel.
- Leicht blutendes Zahnfleisch: Ein wenig rosafarbene Verfärbung auf einem Kauspielzeug ist normal. Anhaltende oder starke Blutungen sind es nicht und sollten vom Tierarzt abgeklärt werden.[1]
- Verminderter Appetit: Kauen kann wegen empfindlichem Zahnfleisch unangenehm sein.
- Mundgeruch: Bakterienwachstum rund um lockere Zähne kann dazu führen.
- Leichter Durchfall oder Müdigkeit: Das kann durch den Stress des Zahnwechsels verursacht werden.
Wie kannst du deinen Welpen während des Zahnwechsels unterstützen?
Es ist wichtig, deinen Welpen während des Zahnwechsels zu unterstützen:
- Zahnungsspielzeug: Kauspielzeug gibt Welpen eine Beschäftigung und kann einen Teil der Reizung während dieses Prozesses lindern.
- Weiche Nahrung: Weiche das Futter in Wasser ein, damit dein Welpe es leichter kauen kann, oder gib Nassfutter, um den Druck auf das Zahnfleisch zu lindern.
Gut zu wissen
Nicht jedes Kauspielzeug ist während des Zahnens eine sichere Wahl. Veterinärzahnärzte raten von allem ab, das unter dem Biss nicht etwas nachgibt. Verzichte also auf harte Geweihe, Knochen, Hufe und starres Nylonspielzeug, da diese die sich noch entwickelnden Zähne eines Welpen beschädigen können. Wähle lieber etwas mit etwas Flexibilität und beaufsichtige die Kausessions.[1]
Welche Zahnprobleme können beim Zahnen auftreten?
Manchmal können während des Zahnens Komplikationen auftreten:
- Verbleibende Milchzähne: Milchzähne bleiben länger an ihrem Platz, während die bleibenden Zähne durchbrechen. Kleine und kurznasige Rassen sind anfälliger dafür. Das kann zu Fehlstellungen und Entzündungen führen, da Futter und Plaque zwischen den beiden Zähnen hängen bleiben.[2]
- Fehlbiss: Das bedeutet, dass die Zähne nicht richtig aufeinanderpassen, was zu Kauproblemen oder Zahnfleischentzündungen führen kann. Häufig hängt das mit denselben hartnäckigen Milchzähnen zusammen, die den bleibenden Zahn aus seiner natürlichen Position drängen.[3]
Was solltest du tun, wenn dein Welpe seine Zähne nicht verliert?
Wenn dein Welpe älter als 7 Monate ist und noch Milchzähne hat oder du bemerkst, dass seine Zähne schief durchkommen, ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen. Tierärzte empfehlen, das Maul eines Welpen wöchentlich zu kontrollieren, bis er etwa 7 bis 8 Monate alt ist, und jeder verbliebene Milchzahn, der nach 6 bis 7 Monaten gefunden wird, sollte ohne Verzögerung entfernt werden.[2] Eine verzögerte Behandlung kann zu Kieferproblemen und Empfindlichkeit beim Fressen führen.
Zahnpflege nach dem Zahnwechsel
Eine gute Zahnpflege ist entscheidend für die Gesundheit deines Hundes. Achte darauf, dass du:
- Täglich putzen: Verwende eine hundefreundliche Zahnbürste und Zahnpasta, um Plaque zu entfernen. Zähneputzen hilft nur, wenn es täglich passiert, da sich Plaque schon innerhalb weniger Stunden nach einer Mahlzeit wieder zu bilden beginnt.[4]
- Gesunde Ernährung: Kaubare Nahrung und spezielle Zahnpflegesticks können helfen, Plaque und Zahnstein zu reduzieren.
- Regelmäßige Kontrollen: Lass die Zähne deines Hundes mindestens einmal im Jahr von einem Tierarzt untersuchen, bei kleinen Rassen mit einer Neigung zu Zahnerkrankungen auch häufiger.[4]
Wann solltest du wegen der Zahnpflege zum Tierarzt gehen?
Wende dich an einen Tierarzt, wenn du bemerkst, dass dein Hund:
- Anhaltenden schlechten Atem hat.
- Milchzähne hat, die nicht ausgefallen sind und Blockaden verursachen.
- Rotes oder entzündetes Zahnfleisch hat.
- Schwierigkeiten beim Fressen oder Kauen hat.
Fazit
Das Zahnen bei Hunden beginnt normalerweise zwischen dem 3. und 4. Monat und endet etwa mit dem 7. Monat. Es ist eine wichtige Phase, in der dein Welpe viel kaut, sabbert und sich manchmal etwas unwohl fühlt. Mit der richtigen Unterstützung, Kauspielzeug, weicher Ernährung und regelmäßigen Kontrollen kann das Zahnen für euch beide gut verlaufen. Wenn dein Welpe Probleme beim Zahnen hat, zum Beispiel persistierende Milchzähne oder eine Fehlstellung des Gebisses, warte nicht einfach ab. Hol dir professionelle Hilfe. Gute Zahnpflege hilft deinem Hund, über viele Jahre gesund zu bleiben.
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Shop HundepflegeprodukteQuellen
[1] VCA Animal Hospitals. "Zähne, Zahnen und Kauen bei Welpen." vcahospitals.com/know-your-pet/teeth-teething-and-chewing-in-puppies
[2] VCA Animal Hospitals. "Persistierende Milchzähne (Babyzähne) bei Hunden." vcahospitals.com/know-your-pet/retained-deciduous-teeth-baby-teeth-in-dogs
[3] VCA Animal Hospitals. "Fehlstellungen des Gebisses bei Hunden: Wenn die Zähne nicht richtig ausgerichtet sind." vcahospitals.com/know-your-pet/malocclusions-in-dogs-when-teeth-dont-align
[4] Bellows J, Berg ML, Dennis S, et al. AAHA-Richtlinien zur Zahnpflege für Hunde und Katzen von 2019. Journal of the American Animal Hospital Association. 2019;55(2):49-69. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30776257
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