honden in de nacht

Was machen Hunde nachts?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Augen von Hunden tauschen Sehschärfe gegen bessere Sicht bei wenig Licht ein – dank einer reflektierenden Schicht und stäbchenreicher Netzhäute, die für die Jagd in der Dämmerung gemacht sind.
  • Ein Mikrochip plus eine gut lesbare Marke ist nachts besonders wichtig, denn Hunde ohne Kennzeichnung werden deutlich seltener wiedergefunden.
  • Reflektierende Ausrüstung, LED-Halsbänder und eine Leine machen nächtliche Spaziergänge für euch beide sicherer.
  • Kurzzeitig in der Nacht aufzuwachen, ungefähr 20 Mal in 8 Stunden, ist normales Hundeverhalten und kein Zeichen für schlechten Schlaf.
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    Hunde sind aktiver, als du vielleicht denkst – sogar nachts. Viele Menschen fragen sich: Was machen Hunde nachts? Hunde sind oft unruhig, laufen umher oder lauschen auf Geräusche in ihrer Umgebung. Manche Hunde bellen nachts, wenn sie etwas Ungewöhnliches hören. Dieses Verhalten ist jedoch von Hund zu Hund unterschiedlich. Viele Hunde halten nachts Wache und beschützen ihre Familie, während andere tief schlafen und sogar träumen. Wenn du bemerkst, dass dein Hund unruhig ist und schlecht schläft, kann eine feste Routine deinem Tier helfen, leichter zu entspannen.

    Können Hunde nachts gut sehen?

    Die Augen von Hunden sind auf wenig Licht ausgelegt. Eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut, das Tapetum lucidum, wirft Licht für einen zweiten Durchgang zurück durch die Netzhaut, und ihre Netzhäute bestehen überwiegend aus Stäbchen statt aus Zapfen – also aus dem Zelltyp, der bei schlechten Lichtverhältnissen am besten arbeitet. Der Nachteil ist die Sehschärfe: Die Sehschärfe eines Hundes entspricht ungefähr der eines Menschen mit 20/75 und ist damit deutlich verschwommener als unsere 20/20, dafür aber viel leistungsfähiger, sobald es dunkel wird [1]. Das ist kein Zufall. Die wilden Vorfahren der Hunde jagten oft in der Dämmerung oder im Morgengrauen, daher war gutes Sehen bei wenig Licht den Verlust feiner Details wert.

    Drei Gründe, warum Hunde im Dunkeln besser sehen können

    1. Höhere Konzentration an Stäbchen: Hunde haben mehr Stäbchen in den Augen, also die Zellen, die ihnen beim Sehen bei wenig Licht helfen. Dadurch können sie Formen und Bewegungen bei schlechten Lichtverhältnissen klarer wahrnehmen.
    2. Größeres Sichtfeld: Dank der Position ihrer Augen haben Hunde ein Sichtfeld von rund 240 Grad, verglichen mit etwa 200 Grad beim Menschen. Das verbessert ihre Fähigkeit, ihre Umgebung zu beobachten, selbst bei wenig Licht.
    3. Tapetum lucidum: Hunde haben hinter ihrer Netzhaut eine besondere Schicht, das Tapetum lucidum, die Licht reflektiert. Diese Schicht erhöht die Lichtmenge, die ihre Augen nutzen können, verbessert ihr Sehen im Dunkeln und ist der Grund, warum die Augen eines Hundes zu leuchten scheinen, wenn sie von Autoscheinwerfern oder einer Taschenlampe erfasst werden.

    Tipps, wenn du deinen Hund im Dunkeln ausführst

    Es ist wichtig, deinen Hund jeden Tag auszuführen, auch wenn das bedeutet, spät abends oder früh morgens unterwegs zu sein. Aber wie geht das am sichersten? Hier sind einige hilfreiche Tipps für dich:

    1. Achte darauf, dass dein Hund eindeutig identifizierbar ist

    Bevor du nachts mit deinem Hund losgehst, ist es wichtig, dass dein Tier eindeutig identifizierbar ist, falls es im Dunkeln verloren geht. Lass deinen Hund chippen und prüfe regelmäßig, ob deine Kontaktdaten in der Datenbank aktuell sind. Eine Hundemarke mit dem Namen deines Hundes und deiner Telefonnummer ist bei nächtlichen Spaziergängen ebenfalls unverzichtbar. Wusstest du, dass Hunde ohne Mikrochip oder Marke nur in 15 % der Fälle gefunden werden? Wähle also eine robuste Marke, die gut lesbar und sicher am Halsband befestigt ist, damit dein Hund bei seinen nächtlichen Abenteuern immer die richtige Kennzeichnung trägt.

    1. Führe deinen Hund sicher an der Leine

    Es ist sinnvoll, deinen Hund abends an der Leine zu führen – aus mehreren Gründen. Erstens verhinderst du so, dass dein Hund plötzlich wegrennt und im Dunkeln verloren geht. Zweitens zeigst du Rücksicht auf andere Menschen, die abends unterwegs sind, besonders auf Personen, die sich in der Nähe von Hunden unwohl fühlen könnten. Außerdem ist es in vielen Gegenden gesetzlich vorgeschrieben, Hunde in öffentlichen Bereichen an der Leine zu führen.

    In Freilaufgebieten kannst du deinen Hund natürlich frei laufen lassen. Ein GPS-Tracker am Halsband kann zusätzliche Sicherheit geben, da du dein Tier auch während seiner Abenteuer im Dunkeln aus der Ferne orten kannst. Ein kleines Licht am Halsband kann außerdem helfen, deinen Hund sowohl für dich als auch für andere gut sichtbar zu halten.

    1. Trainiere deinen Hund

    Regelmäßige Spaziergänge sind wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes. Ein gut trainierter Hund macht diese Routine viel angenehmer und einfacher. Ganz gleich, ob du dich von einem professionellen Hundetrainer begleiten lässt oder das Training selbst in die Hand nimmst – die Zeit und Mühe, die du investierst, zahlen sich aus, wenn dein Hund ruhig an deiner Seite läuft, ohne an der Leine zu ziehen oder jedem sich bewegenden Objekt hinterherzujagen. Gutes Training ist ein wichtiger Teil verantwortungsvoller Hundehaltung. Mit einem gut trainierten Hund sind Abendspaziergänge nicht nur angenehmer, sondern auch sicherer, weil du dich darauf verlassen kannst, dass er grundlegende Kommandos befolgt.

    1. Sorge nachts für bessere Sichtbarkeit

    Mit deinem Hund im Dunkeln spazieren zu gehen, kann riskant sein, da eingeschränkte Sicht das Risiko von Verletzungen, dem Verlieren deines Hundes und Begegnungen mit Wildtieren erhöht. Deshalb ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass dein Hund bei nächtlichen Ausflügen gut sichtbar ist. Hier sind einige wirksame Möglichkeiten, die Sichtbarkeit deines Hundes im Dunkeln zu verbessern:

    • Reflektierende Kleidung und Accessoires: Nutze zum Beispiel ein Halsband oder Geschirr mit reflektierenden Streifen oder einen Hundemantel mit reflektierenden Details. Vergiss auch nicht, selbst einen Mantel oder eine Jacke mit reflektierenden Elementen zu tragen, damit auch du bei nächtlichen Spaziergängen für andere gut sichtbar bist.
    • LED-Beleuchtung: Statte deinen Hund mit einem leuchtenden Halsband oder einem Halsband mit LED-Lichtern aus. So ist dein Hund im Dunkeln gut sichtbar. Nimm außerdem eine Stirnlampe oder Taschenlampe mit, besonders wenn du durch dunkle Bereiche gehst.
    • Nachleuchtende Produkte: Es gibt auch nachleuchtende Produkte, die du nutzen kannst, zum Beispiel eine nachleuchtende Hülle für einen GPS-Tracker oder spezielles Hundespielzeug, das im Dunkeln leuchtet. Diese Produkte machen es noch einfacher, deinen Hund im Blick zu behalten, auch wenn es dunkel ist.

    Mit diesen Maßnahmen kannst du deinen Hund sicher und mit einem guten Gefühl im Dunkeln ausführen – das erhöht sowohl deine Sicherheit als auch die deines Tieres.

    Wie lange schläft ein Hund nachts?

    Hunde sind einzigartige Individuen, und wie viel Schlaf sie nachts brauchen, kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein. Im Durchschnitt schlafen Hunde über einen ganzen Tag verteilt zwischen 12 und 14 Stunden, wobei der Großteil davon nachts stattfindet – abhängig von Faktoren wie Alter, Rasse und Aktivitätsniveau. Dieser Schlaf besteht aber nicht aus einem einzigen ununterbrochenen Block. In einer Beobachtungsstudie zu Hunden in der Nacht dokumentierten Forschende innerhalb von acht Stunden rund 23 einzelne Schlaf-Wach-Zyklen, jeweils mit etwa 16 Minuten Schlaf gefolgt von ein paar Minuten Wachsein. Ein wenig nächtliches Umherbewegen und erneutes Zur-Ruhe-Kommen ist also völlig normal und kein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt [2].

    Gut zu wissen

    Kurzes Aufwachen in der Nacht ist normales Hundeverhalten, keine Unruhe. Dieselbe Studie zeigte, dass Hunde in einer achtstündigen Nacht etwa 20-mal zwischen Schlaf und Wachsein wechseln, wobei auch kurze Phasen von aktivem (träumendem) Schlaf dazwischenliegen [2]. Wenn dein Hund wirklich unruhig wirkt und nicht nur seine Position verändert, lohnt es sich, die Routine genauer anzusehen oder zusammen mit einer tierärztlichen Abklärung ein beruhigendes Ergänzungsmittel wie das Imby Calm & Chill Ergänzungsmittel in Betracht zu ziehen.

    Hunde sind von Natur aus soziale Tiere und passen sich ihren Haltern an, was auch ihre Schlafgewohnheiten beeinflusst. Während ihre Vorfahren nachts oft ruhten, um sich vor anderen Tieren zu schützen, haben sich moderne Hunde an das Leben mit Menschen angepasst.

    Sie können sich tagsüber auch gut an den Tagesablauf ihrer Halter anpassen. Hunde schlafen – genau wie Menschen – in verschiedenen Schlafphasen, darunter der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement), der wichtig für ihre Erholung und mentale Gesundheit ist. Die genaue Schlafmenge kann jedoch von Hund zu Hund variieren und hängt von Faktoren wie Umgebung, Alter und Gesundheitszustand ab.

    Unruhige Nächte, unausgeglichene Tage

    Wenn dein Hund nachts nur schwer zur Ruhe kommt, können eine beruhigende Routine und die richtige Unterstützung einen echten Unterschied machen.

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    Quellen

    [1] Miller PE, Murphy CJ. Vision in dogs. Journal of the American Veterinary Medical Association. 1995;207(12):1623-1634.

    [2] Adams GJ, Johnson KG. Sleep-wake cycles and other night-time behaviours of the domestic dog Canis familiaris. Applied Animal Behaviour Science. 1993;36(2-3):233-248.

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