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Expertenrat für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes
Expertenrat für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes
Mariendistel für Pferde und Ponys: Natürliche Unterstützung für die Leber deines Pferdes
von/ durch Valerie De Clerck
am Sep 19 2024
Als Pferdehalter möchtest du natürlich nur das Beste für deinen treuen Vierbeiner. Ein natürliches Kraut, das in der Pferdewelt immer mehr Aufmerksamkeit bekommt, ist Mariendistel. Aber was genau ist Mariendistel und wie kann sie die Gesundheit deines Pferdes unterstützen? In diesem Blog schauen wir uns die Vorteile von Mariendistel für Pferde genauer an.
Interessanterweise suchen Pferde in der Natur auf der Weide oft gezielt nach Mariendistel. Dieses instinktive Verhalten deutet darauf hin, dass Pferde die heilenden Eigenschaften dieser Pflanze erkennen.
Was ist Mariendistel?
Mariendistel ist ein Kraut, das seit Jahrhunderten als natürliches Mittel zur Unterstützung von Leber und Verdauung bei Pferden und Ponys verwendet wird. Der wichtigste Wirkstoff in der Mariendistel ist Silymarin, ein starkes Antioxidans mit vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften.
Vorteile von Mariendistel für Pferde
1. Unterstützung der Leber
Mariendistel ist als „das Leberkraut schlechthin“ bekannt. In den letzten 10 Jahren sind mehr als 12.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen über Mariendistel und ihre gesundheitlichen Vorteile erschienen. Mariendistel hilft, die Leber zu schützen und zu regenerieren, was für die allgemeine Gesundheit deines Pferdes entscheidend ist.
Eine gesunde Leber deines Pferdes sorgt für:• Bessere Entgiftung des Körpers• Unterstützung des Immunsystems• Verbesserte Verdauung und Stoffwechsel
2. Entzündungshemmende Wirkung
Forschung hat gezeigt, dass Mariendistel entzündungshemmende Eigenschaften hat. Das kann helfen, Entzündungen im Körper deines Pferdes zu reduzieren und so zu einer besseren allgemeinen Gesundheit beitragen.
Aber wie genau funktioniert das? Mariendistel beeinflusst verschiedene Entzündungsprozesse im Körper:
NF-kB-Hemmung: Mariendistel hemmt die Aktivität von NF-kB, einem Protein, das bei Entzündungen eine zentrale Rolle spielt.
TNF-Unterdrückung: Sie reduziert die Produktion von TNF (Tumornekrosefaktor), einer Substanz, die Entzündungen verursachen kann.
Hemmung von Leukotrienen: Mariendistel hemmt die Bildung von Leukotrienen, Stoffen, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind.
Reduzierung proinflammatorischer Stoffe: Sie hilft, Stoffe wie Interleukin-1β und Prostaglandin E2 zu senken, die Entzündungen verstärken können.
Indem sie diese Prozesse beeinflusst, kann Mariendistel dazu beitragen, Entzündungen im ganzen Körper deines Pferdes zu reduzieren, von den Verdauungsorganen bis zu den Gelenken.
3. Antioxidative Wirkung
Mariendistel steckt voller Antioxidantien.
Aber was sind Antioxidantien eigentlich genau? Einfach erklärt:
Stell dir Antioxidantien als kleine Beschützer im Körper deines Pferdes vor.
Sie wirken gegen „freie Radikale“, die du dir als Störenfriede vorstellen kannst.
Diese freien Radikale können im Körper deines Pferdes Schäden verursachen.
Antioxidantien neutralisieren diese Störenfriede.
Warum sind Antioxidantien gut für dein Pferd?
Sie halten die Zellen im Körper gesund.
Sie helfen deinem Pferd, sich nach dem Training besser zu erholen.
Sie unterstützen das Immunsystem.
Sie können deinem Pferd helfen, länger fit zu bleiben.
4. Unterstützung des Energiestoffwechsels
Aktuelle Forschung bei Sportpferden hat gezeigt, dass die Fütterung von Mariendistelsamen den Energiestoffwechsel verbessert.
Pferde, die Mariendistel bekamen, hatten niedrigere Cortisolwerte (= Stresshormon). Das kann zu einer besseren Leistung und einer schnelleren Erholung nach Belastung führen. Außerdem hatten Pferde, die Mariendistel bekamen, niedrigere NEFA-Werte (freie Fettsäuren) im Blut. Das deutet darauf hin, dass diese Pferde ihre Energie effizienter nutzen, was bei intensivem Training oder Wettkämpfen zu mehr Ausdauer führen kann.
Wie verwendest du Mariendistel?
Mariendistel kann auf verschiedene Weise in die Ernährung deines Pferdes integriert werden:
Als Ergänzung in Pulverform oder als Extrakt
In Form von Presskuchen, unter das Futter gemischt
Frisch oder getrocknet als Kraut
Ja, du kannst deinem Pferd Mariendistel auch frisch oder getrocknet geben.
In der Natur fressen Pferde manchmal von selbst Mariendistel, was darauf hindeutet, dass sie die Pflanze in ihrer natürlichen Form gut verdauen können. Frische Mariendistel kann dem täglichen Futter beigefügt werden, während getrocknete Mariendistel mit Heu oder anderem Trockenfutter gemischt werden kann.
Der Vorteil von frischer oder getrockneter Mariendistel ist, dass du die Pflanze in ihrer natürlichsten Form gibst. Wenn du sie selbst in der Natur sammelst, solltest du allerdings darauf achten, dass sie nicht mit Pestiziden oder anderen schädlichen Stoffen belastet ist. Wenn du dir unsicher bist, ist frei verkäufliche Mariendistel die sicherere Wahl.
Wenn du dir bei der richtigen Form oder Dosierung unsicher bist, kannst du dich immer für ein kontrolliertes Mariendistel-Nahrungsergänzungsmittel wie Curafyts Detox & Drain entscheiden. Unsere Ergänzungen enthalten eine standardisierte Menge an Wirkstoffen und haben eine klar angegebene Dosierung. So bekommst du die richtigen Inhaltsstoffe ganz einfach in die Ernährung deines Pferdes und hast ein gutes Gefühl dabei. Mehr Details zu Detox & Drain findest du, indem du auf den untenstehenden Link klickst.
Egal, in welcher Form du Mariendistel gibst, wichtig ist die richtige Dosierung. Sprich immer zuerst mit deinem Tierarzt, bevor du deinem Pferd Mariendistel gibst.
Fazit
Mariendistel ist eine Pflanze mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen für dein Pferd oder Pony. Von der Unterstützung der Leber über entzündungshemmende Eigenschaften bis hin zu einem verbesserten Energiestoffwechsel kann dieses natürliche Kraut eine wertvolle Ergänzung der Ernährung deines Pferdes sein. Wenn du erwägst, Mariendistel zu verwenden, lass dich zuerst von deinem Tierarzt persönlich beraten.
Indem du die Gesundheit deines Pferdes mit natürlichen Mitteln wie Mariendistel unterstützt, kannst du zu einem langen und vitalen Leben deines treuen Vierbeiners beitragen.
Wissenschaftliche Referenzen
Hackett, E. S., Twedt, D. C. & Gustafson, D. L. Mariendistel und ihre abgeleiteten Verbindungen: Ein Überblick über Möglichkeiten zur Behandlung von Lebererkrankungen. Journal of Veterinary Internal Medicine vol. 27 10--16 Preprint at https://doi.org/10.1111/jvim.12002 (2013).
Delmas, D., Xiao, J., Vejux, A. & Aires, V. Silymarin und Krebs: Eine doppelte Strategie sowohl in der Chemoprävention als auch in der Chemosensitivität. Molecules vol. 25 Preprint at https://doi.org/10.3390/molecules25092009 (2020).
Dockalova, H., Zeman, L. & Horky, P. Einfluss von Mariendistelsamenkuchen (Silybum marianum) auf die biochemischen Werte von Equidenplasma unter körperlicher Belastung. Animals 11, 1--16 (2021).
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Die Gefahren von Jakobskreuzkraut und wie du es von Pferdeweiden entfernst
von/ durch Valerie De Clerck
am Aug 22 2024
Die Gefahren von Jakobskreuzkraut und wie du es von Pferdeweiden entfernst
Jakobskreuzkraut wirkt mit seinen leuchtend gelben, margeritenähnlichen Blüten vielleicht harmlos, aber lass dich nicht täuschen! Diese Pflanze ist für Pferde und Ponys hochgiftig. Deshalb ist es wichtig, die Risiken dieser Pflanze zu kennen und zu wissen, wie du deine Pferde schützen kannst. In diesem Blog erfährst du, wie du diese giftige und gefährliche Pflanze erkennst, die Risiken besser einschätzt und sie entfernst.
Wie erkennst du Jakobskreuzkraut?
Typische Merkmale sind die gut erkennbaren Rosetten, solange die Pflanzen noch nicht blühen, sowie die violett gefärbten Stängel, an denen die Blüten wachsen. Die Blüten sind leuchtend gelb und sehen Margeriten ähnlich. Jakobskreuzkraut breitet sich schnell aus und kann ganze Weiden überwuchern. Diese Pflanze wächst ab der zweiten Junihälfte bis Oktober und beginnt ab Juli zu blühen. In der Regel ist sie zweijährig.
Die Gefahren von Jakobskreuzkraut für Pferde
Schon kleine, wiederholt aufgenommene Mengen Jakobskreuzkraut sind für Pferde giftig. Der Verzehr von Jakobskreuzkraut kann zu schweren Leberschäden führen. Eine der größten Gefahren für Pferde ist, dass die Pflanze auch in getrockneter Form giftig bleibt. Das bedeutet, dass Heu verunreinigt sein kann und dein Pferd das Kraut unbemerkt aufnimmt. Deshalb ist es wichtig, deine Weide vor der Heuernte gründlich zu kontrollieren. Für ein 500 kg schweres Pferd sind bereits 5 kg getrocknetes Jakobskreuzkraut giftig. Im frischen Zustand müsste ein Pferd die vierfache Menge aufnehmen, um dieselbe Giftigkeit zu erreichen.
Eine Vergiftung durch Jakobskreuzkraut wird oft erst erkannt, wenn es zu spät ist. Dieses Unkraut verursacht erhebliche Leberschäden bei Pferden, und sobald Symptome auftreten, sind die Schäden oft irreversibel. Die Erkrankung zeigt sich bei deinem Pferd oder Pony in verschiedenen Symptomen, zum Beispiel:
Appetitlosigkeit und verstärkter Durst
Pressen, manchmal gefolgt von wässrigem Durchfall
Unerwarteter Sonnenbrand
Aufgeblähter Bauch durch Flüssigkeitseinlagerung, manchmal begleitet von Atemnot
In späteren Stadien kann der Schaden sogar das Gehirn betreffen und zu Teilnahmslosigkeit, Unruhe oder sogar Lähmungen führen.
Wenn du dir bei Symptomen deines Pferdes unsicher bist, zögere nicht, deinen Tierarzt zu kontaktieren. Vorsicht ist besser als Nachsicht!
Wie du Jakobskreuzkraut bekämpfst
Manuelle Entfernung
Zieh die Pflanzen vor der Blüte mitsamt der Wurzel heraus.
Trag Handschuhe, um Hautkontakt zu vermeiden!
Entsorge die Pflanzen durch Verbrennen oder in gut verschlossenen Säcken, nicht über den Kompost.
Die manuelle Entfernung ist vorzuziehen, da so keine Chemikalien eingesetzt werden. Das unterstützt die Gesundheit und Sicherheit deiner Pferde und bewahrt das natürliche Gleichgewicht der Weide.
Weidemanagement
Kontrolliere Weiden regelmäßig auf Jakobskreuzkraut.
Achte auf eine dichte Grasnarbe, damit Unkraut weniger Chancen hat.
Biologische Bekämpfung
Zieh in Betracht, natürliche Feinde wie die Larven des Jakobskrautbären als Teil einer integrierten Strategie einzusetzen. Jakobskreuzkraut ist die wichtigste Nahrungsquelle der Raupe des Jakobskrautbären, der Larve des Nachtfalters Tyria jacobaeae. Diese Falterlarven sind an den Verzehr von Jakobskreuzkraut angepasst und nicht anfällig für eine Vergiftung durch Pyrrolizidinalkaloide (PAs).
Chemische Bekämpfung
Verwende selektive Herbizide im Rosettenstadium.
Befolge fachkundige Empfehlungen und die Anweisungen des Herstellers.
Zusätzliche Unterstützung für die Lebergesundheit deines Pferdes
Im Juli und August, wenn Jakobskreuzkraut besonders weit verbreitet ist, kann es sinnvoll sein, die Lebergesundheit deiner Pferde mit Ergänzungen wie Curafyt’s Detox&Drain zu unterstützen, das Mariendistel und MSM enthält. Mariendistel enthält Silymarin, ein starkes Antioxidans, das die Leberzellen schützt und die Regeneration unterstützt. Ein Supplement kann jedoch niemals ein gutes Weidemanagement oder Medikamente ersetzen, wenn bereits ein Leberschaden vorliegt.
Wenn du diese Schritte befolgst und aufmerksam bleibst, kannst du die Gesundheit deiner Pferde vor den Gefahren von Jakobskreuzkraut schützen. Sorge dafür, dass deine Weiden frei von dieser giftigen Pflanze sind, und unterstütze die Lebergesundheit deiner Pferde mit den passenden Supplementen. Deine Pferde werden es dir danken!
Expertenrat für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes
Hufrehe beim Pferd: Definition und Ursachen
von/ durch Valerie De Clerck
am Sep 21 2023
Hufrehe ist eine schmerzhafte Erkrankung der Hufe bei Pferden und Ponys, die dringend behandelt werden muss. Anders gesagt: eine ziemlich ernste Angelegenheit. Weil Vorbeugen besser ist als Heilen, haben wir unten einige Ursachen von Hufrehe für dich aufgelistet. Spoiler-Alarm: Davon gibt es ziemlich viele.
