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5 einfache Tricks, um deinem Hund etwas beizubringen
5 einfache Tricks, um deinem Hund etwas beizubringen
Das Wichtigste auf einen Blick
- Halte Trainingseinheiten auf maximal zehn Minuten, zweimal am Tag; längere Einheiten bringen immer weniger und führen zu Frust
- Marker- und Belohnungstraining ist die effektivste Methode; markiere das richtige Verhalten genau in dem Moment, in dem es passiert, und gib dann sofort ein Leckerli
- Pfote und High Five bauen aufeinander auf; sobald dein Hund Pfote sicher kann, braucht High Five nur zwei oder drei Einheiten
- Verbeugen lässt sich am leichtesten beibringen, indem du die natürliche Spielverbeugung deines Hundes einfängst und belohnst, die er sowieso schon von selbst zeigt
Tricks beizubringen ist nicht nur Unterhaltung. Kurze tägliche Trainingseinheiten geben einem Hund strukturierte geistige Auslastung, stärken die Bindung zwischen dir und deinem Hund und machen den Alltag deutlich leichter. Die fünf Tricks unten sind für die meisten Hunde gut machbar, auch für erwachsene Tierschutzhunde. Du brauchst keinen Welpen.
Zwei Regeln, bevor du anfängst
Halte die Einheiten auf maximal zehn Minuten, zweimal am Tag. Hunde lernen am schnellsten in kurzen, energiegeladenen Phasen und schalten schnell ab, wenn sie müde oder gelangweilt sind. Wenn du länger als zehn Minuten weitermachst, nimmt der Nutzen ab und manchmal entsteht auf beiden Seiten sogar Frust. [1]
Nutze Futterbelohnungen. Marker-und-Belohnungs-Training (ein klares Signal genau in dem Moment, in dem der Hund das Richtige tut, direkt gefolgt von einem Leckerli) ist schneller und effektiver als körperliche Führung. Kleine Stücke funktionieren besser als ganze Leckerlis, damit du häufig belohnen kannst, ohne den Hund satt zu machen. IMBYs Hundesnack-Sortiment besteht aus kleinen, kalorienarmen Stücken, die sich gut für Trainingseinheiten eignen.
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Trick 1: Pfote
Beginne damit, dass dein Hund sitzt. Halte ein kleines Leckerli in deiner geschlossenen Faust nahe am Boden vor eine Vorderpfote. Wenn der Hund die Pfote hebt, um deine Hand zu berühren, öffne deine Faust, sag „Pfote“ und gib das Leckerli. Wiederhole das Ganze.
Sobald das Pfoteheben zuverlässig klappt, hebst du deine Faust bei jeder Wiederholung etwas höher. Das Ziel ist, dass der Hund die Vorderpfote ungefähr bis auf Brusthöhe hebt. Wenn das konstant funktioniert, hältst du eine leere offene Hand hin und belohnst erst, nachdem die Pfote darauf gelegt wurde. Den Lockreiz auszuschleichen (also das Leckerli nicht immer zuerst zu zeigen) macht aus einem angelockten Verhalten erst ein echtes Kommando.
Trick 2: High five
Wenn „Pfote“ sicher sitzt, folgt High five in zwei oder drei Einheiten. Halte deine offene Hand mit den Fingern nach oben statt waagerecht hin. Der Hund wird versuchen, die Pfote zu geben, aber durch den Winkel wird er eher nach oben drücken als sie abzulegen. In dem Moment, in dem seine Pfote deine Handfläche berührt, markierst du das Verhalten und belohnst. Verwende von der ersten Einheit an konsequent das Signalwort „High five“.
Trick 3: Rolle
Beginne aus dem Platz heraus. Halte ein Leckerli nah an die Nase des Hundes und bewege es langsam zurück in Richtung Schulter, dann in einem Bogen zum Boden auf die andere Seite. Die meisten Hunde kippen auf die Seite, während sie dem Futter folgen. Führe den Bogen weiter und hilf der Rolle bis zum Ende. Markiere den Moment, in dem der Hund die Rolle vollständig ausgeführt hat, und belohne dann.
Füge das Signalwort „Rolle“ erst hinzu, wenn der Hund das Verhalten schon zuverlässig zeigt, nicht direkt am Anfang. Das verbale Signal zu früh einzuführen, bevor das Verhalten klar ist, gehört zu den häufigsten Trainingsfehlern. [1]
Trick 4: Drehung
Stelle den Hund vor dich. Halte ein Leckerli nah an seine Nase und bewege deine Hand in einem kleinen Kreis dicht am Körper des Hundes. Der Hund wird der Hand folgen und sich einmal drehen. Markiere und belohne, sobald er den Kreis beendet hat. Eine Drehung wird meist in zwei oder drei Einheiten zuverlässig. Wenn sie sicher sitzt, fügst du das Signalwort hinzu.
Trick 5: Verbeugung
Eine Verbeugung, vorne tief und hinten oben, sieht beeindruckend aus, ist aber fast vollständig ein natürliches Verhalten. Hunde zeigen sie spontan beim Spielen. Die einfachste Methode: Warte auf eine natürliche Spielverbeugung, markiere sie genau in dem Moment, in dem sie passiert, und belohne. Nach mehreren Wiederholungen, bei denen du das natürliche Verhalten einfängst und belohnst, beginnst du, ein Signalwort hinzuzufügen. Das ist schon alles.
Die Alternative ist, den Hund hinstellen zu lassen und ein Leckerli langsam zwischen den Vorderbeinen nach unten zu führen, damit die Vorderhand absinkt, während die Hinterhand oben bleibt. Das braucht Geduld; viele Hunde legen sich einfach hin, statt die Verbeugung zu halten. Sobald es klappt, markierst du das Verhalten und belohnst sofort.
Der häufigste Fehler
Das Kommando zu wiederholen, wenn der Hund nicht reagiert. „Sitz sitz sitz“ zu sagen bringt dem Hund bei, dass das erste Signal optional ist. Gib das Kommando einmal. Wenn nichts passiert, setz neu an und hilf dem Hund, erfolgreich zu sein, bevor du es noch einmal versuchst.
Quellen
[1] Hiby EF, Rooney NJ, Bradshaw JWS. (2004). Trainingsmethoden bei Hunden: ihre Anwendung, Wirksamkeit und Wechselwirkung mit Verhalten und Wohlbefinden. Anim Welf, 13(1), 63–69.
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