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Was sind die Ursachen für Fellprobleme bei Hunden?
Was sind die Ursachen für Fellprobleme bei Hunden?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Fellprobleme lassen sich meist auf Ernährung, Hormone, Parasiten, Allergien oder Stress zurückführen, nicht nur auf eine einzige Ursache.
- Ein stumpfes oder dünner werdendes Fell zusammen mit Gewichtszunahme oder wenig Energie kann auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten; über 90 % der Hunde mit Schilddrüsenunterfunktion zeigen Veränderungen an Haut oder Fell.
- Eine Ergänzung mit Omega-3 kann die Fellqualität innerhalb von etwa zwei Monaten sichtbar verbessern, aber der Effekt lässt nach, sobald du die Gabe beendest.
- Regelmäßiges Bürsten, eine ausgewogene Ernährung und vorbeugende Parasitenkontrolle erkennen die meisten Fellprobleme, bevor sie medizinisch behandelt werden müssen.
Fellprobleme bei Hunden können verschiedene Ursachen haben, darunter gesundheitliche Probleme wie Allergien, hormonelle Ungleichgewichte, Parasiten oder Nährstoffmängel. Ein gesundes Fell ist meist glänzend und voll, während stumpfes, trockenes oder fettiges Fell oft ein Zeichen für ein zugrunde liegendes Problem ist. Fellprobleme können auf ernste Erkrankungen wie Hypothyreose, atopische Dermatitis oder eine parasitäre Infektion wie Demodikose hinweisen.
Was sind die Symptome von Fellproblemen bei Hunden?
Die Symptome von Fellproblemen bei Hunden können je nach Ursache variieren. Die häufigsten Anzeichen sind:
- Stumpfes Fell: Das Fell verliert seinen Glanz und fühlt sich trocken oder rau an.
- Kahle Stellen: Symptome wie kahle Stellen auf der Haut können auf Parasiten, hormonelle Probleme oder Stress hinweisen.
- Haarausfall: Übermäßiger Haarausfall kann auf den saisonalen Fellwechsel zurückzuführen sein, aber auch auf ein zugrunde liegendes Problem hinweisen.
- Juckreiz: Juckreiz kann zu Kratzen, Beißen oder Lecken führen und dadurch weitere Hautreizungen und Haarausfall verursachen.
- Schuppen: Trockene Schuppen oder schuppige Haut können auf trockene Haut oder eine Pilzinfektion hinweisen.
Was verursacht stumpfes Fell bei Hunden?
Stumpfes Fell bei Hunden kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter:
1. Nährstoffmängel
Ein Mangel an essenziellen Nährstoffen wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren kann zu einem stumpfen, trockenen Fell führen. In einer placebokontrollierten Studie zeigten 24 Hunde mit Fell von schlechter Qualität, die täglich ein n-3-Fettsäurepräparat erhielten, ab Tag 60 einen signifikant besseren klinischen Fellwert, und die Verbesserung kehrte sich nach dem Absetzen der Ergänzung wieder um: Bis Tag 180 lagen die Werte wieder auf dem Ausgangsniveau [1]. Diese Umkehr ist wichtig zu beachten: Fettsäuren verbessern das Fell nicht ein für alle Mal, sie müssen dauerhaft Teil der Ernährung bleiben.
2. Hormonelle Störungen
Hypothyreose, eine Erkrankung, bei der die Schilddrüse zu wenige Hormone produziert, kann zu trockenem, stumpfem Fell und Haarausfall führen. Andere hormonelle Störungen wie das Cushing-Syndrom können ähnliche Symptome verursachen.
3. Mangelnde regelmäßige Pflege
Wenn das Fell nicht regelmäßig gebürstet und gereinigt wird, können sich Schmutz und Talg ansammeln, was zu einem stumpfen und fettigen Fell führt. Regelmäßige Pflege hilft dabei, die natürlichen Öle in der Haut zu verteilen und trägt so zu einem gesunden, glänzenden Fell bei.
Gut zu wissen
Veränderungen von Haut und Fell gehören zu den häufigsten Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion. In einer Studie aus dem Jahr 2025 mit Hunden mit bestätigter Hypothyreose hatten 92,85 % dermatologische Veränderungen, am häufigsten Alopezie, die von fleckiger Ausdünnung bis zu symmetrischen kahlen Stellen am Rumpf reichte [2]. Wenn ein stumpfes Fell zusammen mit Gewichtszunahme oder Müdigkeit auftritt, lohnt es sich, einen Tierarzt zu bitten, die Schilddrüsenwerte zu überprüfen.
Was verursacht kahle Stellen bei Hunden?
Kahle Stellen bei Hunden können verschiedene Ursachen haben, darunter:
1. Parasiten
Milben und Flöhe können starken Juckreiz und Reizungen verursachen, wodurch der Hund sich kratzt und beißt, was zu kahlen Stellen führt. Milben erkennt man oft an Schuppenbildung, Haarausfall und roter, gereizter Haut.
2. Allergien
Hunde können auf bestimmte Futtermittel, Pollen oder sogar Flohbisse allergisch reagieren, was zu Hautreizungen und Haarausfall führt. Atopische Dermatitis ist eine häufige allergische Hauterkrankung bei Hunden, die Juckreiz, Rötungen und kahle Stellen verursacht.
3. Stress
Hunde können aus Stress oder Angst beginnen, sich übermäßig zu lecken oder zu beißen, besonders an den Pfoten und am Schwanz, was kahle Stellen verursachen kann. Dieses Verhalten kann durch Veränderungen in ihrer Umgebung oder durch anhaltende Langeweile ausgelöst werden.
Wie behandelst du Fellprobleme bei Hunden?
Die Behandlung von Fellproblemen bei Hunden hängt von der Ursache ab. Hier sind einige wirksame Behandlungsmöglichkeiten:
1. Nahrungsergänzungsmittel
Eine mit Omega-3-Fettsäuren angereicherte Ernährung, zum Beispiel mit Fischöl, kann helfen, das Fell glänzend und gesund zu halten. Fettsäuren wirken entzündungshemmend und helfen, trockene Haut und stumpfes Fell zu regenerieren [1].
2. Parasitenkontrolle
Wenn Fellprobleme durch Demodex-Milben oder Flöhe verursacht werden, ist es wichtig, ein geeignetes Mittel zur Parasitenbekämpfung zu verwenden. Produkte wie Stronghold oder Advocate können wirksam bei der Bekämpfung von Demodex-Milben sein.
3. Shampoos und Hautpflege
Die Verwendung spezieller medizinischer Shampoos kann helfen, Hautprobleme wie Pilzinfektionen oder trockene Haut zu behandeln. Shampoos mit Hafer oder Aloe Vera können die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit versorgen und Schuppenbildung reduzieren.
4. Medizinische Behandlung
Hormonelle Störungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion können mit Medikamenten behandelt werden, die die Schilddrüsenfunktion regulieren. Bei Allergien können Tierärzte Antihistaminika oder Kortikosteroide verschreiben, um Entzündungen und Juckreiz zu reduzieren.
Wie kannst du Fellproblemen bei Hunden vorbeugen?
Die Vorbeugung von Fellproblemen beginnt mit einer guten Pflegeroutine und einer gesunden Ernährung. Hier sind einige Tipps, wie du das Fell deines Hundes in Topform hältst:
- Regelmäßiges Bürsten: Wenn du das Fell regelmäßig bürstest, entfernst du abgestorbene Haare und förderst die Durchblutung sowie die Verteilung natürlicher Öle.
- Gesunde Ernährung: Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Fettsäuren und Proteinen, damit Haut und Fell gesund bleiben.
- Allergene vermeiden: Wenn dein Hund Allergien hat, vermeide den Kontakt mit Allergenen wie Pollen, Staub oder bestimmten Futtermitteln.
- Vorbeugende Parasitenkontrolle: Verwende vorbeugende Behandlungen wie Spot-on-Produkte, um Flöhe und Milben fernzuhalten.
Was kann ein fettiges Fell bei Hunden verursachen?
Ein fettiges Fell bei Hunden kann die Folge von Seborrhö sein, einer Erkrankung, bei der die Haut übermäßig viel Talg produziert. Das kann zu fettiger, schuppiger Haut und einem fettigen, schuppigen Fell führen, oft begleitet von einem unangenehmen Geruch. Seborrhö kann primär sein, also genetisch bedingt, oder sekundär infolge anderer Erkrankungen wie Allergien oder hormoneller Störungen auftreten.
Was sind die Symptome von Schuppen bei Hunden?
Schuppen bei Hunden werden oft durch trockene Haut, Allergien oder eine zugrunde liegende Erkrankung wie Seborrhö oder Demodikose verursacht. Zu den Symptomen gehören:
- Weiße oder braune Schuppen im Fell.
- Juckreiz und Rötungen der Haut.
- Trockene oder fettige Stellen auf der Haut.
- Übermäßiger Haarausfall in den Bereichen mit Schuppen.
Schuppen können durch die Verwendung eines feuchtigkeitsspendenden Shampoos und eine fettsäurereiche Ernährung reduziert werden.
Warum hat mein Hund kahle Stellen am Schwanz?
Kahle Stellen am Schwanz können durch Flöhe verursacht werden, die oft am Schwanzansatz beißen. Weitere Ursachen sind Demodexmilben, hormonelle Ungleichgewichte wie Hypothyreose oder selbst zugefügte Verletzungen durch übermäßiges Lecken oder Beißen infolge von Stress oder Angst.
Was kann ich tun, wenn mein Hund trockene Haut hat?
Wenn dein Hund trockene Haut hat, gibt es einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um sie zu lindern:
- Verwendung von feuchtigkeitsspendenden Shampoos: Shampoos mit Inhaltsstoffen wie Hafer oder Aloe vera können helfen, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und Trockenheit zu reduzieren.
- Omega-3-Ergänzungsmittel: Gib Fischöl oder andere Fettsäuren zum Futter deines Hundes, um die Haut von innen zu unterstützen.
- Vermeide zu häufiges Baden: Zu häufiges Baden kann die Haut austrocknen. Verwende immer ein mildes Hundeshampoo, das der Haut ihre natürlichen Öle nicht entzieht.
Fazit
Fellprobleme bei Hunden können verschiedene Ursachen haben, von Parasiten und Allergien bis hin zu hormonellen Störungen und Nährstoffmängeln. Es ist wichtig, die Symptome früh zu erkennen und eine passende Behandlung zu wählen, um das Wohlbefinden und die Gesundheit deines Hundes zu unterstützen. Ein gesundes Fell beginnt mit einer guten Pflegeroutine, einer ausgewogenen Ernährung und vorbeugendem Parasitenschutz.
Gib dem Fell deines Hundes etwas Unterstützung
Wenn Juckreiz, Schuppen oder stumpfes Fell immer wiederkehren, kann ein gezieltes Haut- und Fellergänzungsmittel deinen Hund von innen unterstützen.
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[1] Combarros D, Castilla-Castaño E, Lecru LA, Pressanti C, Amalric N, Cadiergues MC. Eine prospektive, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Untersuchung der Auswirkungen eines Nahrungsergänzungsmittels mit essenziellen n-3-Fettsäuren auf klinische Anzeichen und Fettsäurekonzentrationen bei Hunden mit stumpfem Fell. Prostaglandins, Leukotrienes and Essential Fatty Acids. 2020;159:102140.
[2] Elgalfy GE, Ghanem MM, Helal MAY, El-khaiat HM. Häufigkeit, Komplikationen und therapeutische Bewertung der klinischen Hypothyreose bei verschiedenen Hunderassen. BMC Veterinary Research. 2025;21:332.
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