Warum du Pulver als Ergänzung für dein Pferd wählen solltest?

22. Apr 2025Valerie De Clerck

Wenn du dein Pferd mit Supplements unterstützen möchtest, kommt es nicht nur auf die Inhaltsstoffe an – auch die Form des Supplements spielt eine wichtige Rolle. Supplements gibt es in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Flüssigkeit, Pellets oder Pulver. In diesem Blog erklären wir dir, warum Pulver eine besonders starke Wahl ist – und warum es so oft in hochwertigen, sorgfältig formulierten Supplements verwendet wird.

Die Vorteile von Ergänzungsfuttern in Pulverform für Pferde, kurz zusammengefasst:

Vollständige Wirkung: Du bekommst die ganze Pflanze mit all ihren natürlichen Inhaltsstoffen in einem Supplement.

Optimale Aufnahme: Große Auswahl an hoch bioverfügbaren Inhaltsstoffen für eine bessere Aufnahme.

Hohe Konzentration: Mehr aktive Inhaltsstoffe pro Dosis bedeuten, dass du insgesamt weniger Supplement brauchst.

Lange Haltbarkeit: Dank des niedrigen Feuchtigkeitsgehalts bleiben Pulver länger stabil – ganz ohne zugesetzte Konservierungsstoffe.

Einfach in der Anwendung: Mische das Pulver einfach unter das tägliche Futter deines Pferdes.

Egal, ob du ein Sportpferd, einen Senior oder ein Freizeitpferd hast – Pulver passen in jede Fütterungsroutine und bieten gezielte, hochwertige Unterstützung.

Horse Nose Powder

Die ganze Pflanze in Pulver-Supplements für Pferde nutzen

Hochwertige Pulver-Supplements enthalten die ganze Pflanze – nicht nur einen isolierten Einzelstoff. Pflanzen und Kräuter wie boswellia und Brennnessel enthalten von Natur aus Dutzende aktive Inhaltsstoffe. Viele davon wirken zusammen und verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung – das nennt man Synergie (1).

Bei Flüssigkeiten arbeitest du dagegen oft mit einem isolierten Einzelstoff, denn eine ganze pulverisierte Pflanze – mit all ihren aktiven Bestandteilen – in einer Flüssigkeit aufzulösen, ist praktisch unmöglich.

2. Pulver-Supplements bieten mehr Auswahl bei Inhaltsstoffen, die besonders gut aufgenommen werden können

Pulver bieten einen großen Vorteil: Du kannst genau die Nährstoffformen auswählen, die am besten aufgenommen werden, ohne die Einschränkungen flüssiger Ergänzungsmittel.

Eine Ergänzung wirkt nur dann wirklich, wenn die Nährstoffe tatsächlich über den Verdauungstrakt in den Blutkreislauf deines Pferdes gelangen, damit sie ihre Aufgabe erfüllen können. Das nennen wir Bioverfügbarkeit (3).

Nicht jede Form eines Nährstoffs wird gleich gut aufgenommen. Nimm zum Beispiel Magnesium: Magnesiumoxid ist eine günstige Form mit geringer Aufnahme, während Magnesiumcitrat oder Magnesiumglycinat vom Körper deutlich besser verwertet werden (2).

Bei flüssigen Ergänzungsmitteln bist du oft auf das beschränkt, was in Wasser oder Öl stabil und löslich bleibt, während Pulver dir deutlich mehr Flexibilität geben, um optimale, hoch bioverfügbare Inhaltsstoffe auszuwählen.

3. Nahrungsergänzungen in Pulverform enthalten pro Dosis mehr Wirkstoffe

Pulver bestehen oft zu 90–95% aus Wirkstoffen. Im Gegensatz dazu enthalten flüssige Ergänzungsfuttermittel in der Regel nur 10–20% Wirkstoffe, der Rest ist Wasser oder Öl.

Welche Vorteile hat diese hohe Konzentration?

  • Du brauchst weniger Ergänzungsfuttermittel, um die gleiche Dosierung zu erreichen – gut für dein Pferd und deinen Geldbeutel.
  • Dein Pferd bekommt mehr Wirkstoffe, ohne unnötige Zusatzstoffe.

Eine Ausnahme ist, wenn ein einzelner Nährstoff in sehr hoher Konzentration gelöst ist – zum Beispiel Vitamin E oder Curcumin. In solchen Fällen kann eine flüssige Form tatsächlich spezifische Vorteile bieten.

4. Pulver-Supplements sind länger haltbar – ohne Konservierungsstoffe

Pulverförmige Nahrungsergänzungen behalten ihre Qualität und Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum – ohne auf Konservierungsstoffe angewiesen zu sein. Weil Pulver nur sehr wenig Feuchtigkeit enthalten, sind sie von Natur aus deutlich weniger anfällig für Verderb als flüssige Ergänzungen. Feuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor für das Wachstum von Bakterien, Schimmel und Gärung. Bei geringer Wasseraktivität – wie bei gut getrockneten Pulvern – haben Mikroorganismen deutlich weniger Chancen, sich zu vermehren (4,5).

Deshalb sind Pulver stabiler und weniger anfällig für mikrobielle Verunreinigung oder Oxidation (der Prozess, bei dem aktive Verbindungen durch den Kontakt mit Sauerstoff abgebaut werden). Zum Beispiel oxidieren Fettsäuren oder Pflanzenextrakte in einer Nahrungsergänzung in flüssiger Form schneller, was ihre Wirksamkeit und Qualität beeinträchtigt – während diese Stoffe in Pulverform deutlich länger intakt bleiben.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Pulver oft keine Konservierungsstoffe benötigen – was nicht nur gut für die Haltbarkeit ist, sondern auch für Pferde, die empfindlich auf Zusatzstoffe oder unnötige Inhaltsstoffe reagieren.

5. Pulver-Supplements sind einfach anzuwenden

Und schließlich: Pulver sind unglaublich praktisch. Du kannst sie ganz einfach unter das tägliche Futter deines Pferdes mischen, und selbst in höheren Dosierungen bleiben sie gut im Futtertrog – vor allem, wenn du das Futter leicht anfeuchtest. Kein Kleckern mit klebrigen Spritzen oder umständlichen Fläschchen – einfach abmessen, untermischen, fertig.

Wissenschaftliche Quellen

1.     Equine Applied and Clinical Nutrition. (2013). In Elsevier eBooks. https://doi.org/10.1016/c2009-0-39370-8

2.     Firoz, M., & Graber, M. (2001). Bioverfügbarkeit kommerzieller US-amerikanischer Magnesiumpräparate. Magnesium Research, 14(4), 257–262. PMID: 11794633

3.     Leitfaden für die Industrie. (2014). Bioverfügbarkeits- und Bioäquivalenzstudien, die in NDAs oder INDs eingereicht werden — Allgemeine Überlegungen [Leitliniendokument]. U.S. Food and Drug Administration. http://www.fda.gov/Drugs/GuidanceComplianceRegulatoryInformation/Guidances/default.htm

4.     Odeyemi, O. A., Alegbeleye, O. O., Strateva, M., & Stratev, D. (2020). Verständnis von verderbnisassoziierten mikrobiellen Gemeinschaften und Verderbnismechanismen in Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Comprehensive Reviews in Food Science and Food Safety, 19(1), 311–331. https://doi.org/10.1111/1541-4337.12526

5.     Sperber, W. H. (2009). Einführung in den mikrobiologischen Verderb von Lebensmitteln und Getränken. In W. Sperber & M. Doyle (Eds.), Kompendium des mikrobiologischen Verderbs von Lebensmitteln und Getränken (pp. 1–40). Springer. https://doi.org/10.1007/978-1-4419-0826-1_1

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