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Arthrose bei Pferden: Symptome
Arthrose bei Pferden: Symptome
Das Wichtigste auf einen Blick
- Arthrose beginnt typischerweise mit Steifheit nach Ruhephasen — ein Pferd, das sich mitten im Ritt lockert, sollte trotzdem untersucht und nicht ignoriert werden
- Sechs eindeutige Anzeichen betreffen Gangbild, Verhalten, Schwierigkeiten beim Wälzen und Kauen — wenn du sie alle kennst, erkennst du Probleme früher
- Das Aufwärm-Muster (Steifheit, die mit Bewegung nachlässt) ist typisch für Gelenkerkrankungen und nicht für allgemeine Untrainiertheit
- Eine frühe Diagnose ist wichtig: OA kann nicht rückgängig gemacht werden, aber das Fortschreiten kann mit dem richtigen Managementplan verlangsamt werden
Gelenke & Lahmheit
Osteoarthritis bei Pferden betrifft mehr als nur die Gelenkoberfläche: Mit dem Fortschreiten der Erkrankung sind auch Knochen, Knorpel und die umliegenden Bänder beteiligt. Die Anzeichen früh zu erkennen, entscheidet darüber, wie wirksam die Erkrankung behandelt werden kann.
Artikelreihe Osteoarthritis
Lies die anderen Artikel: Definition & Ursachen · Symptome · Behandlung
Sechs Anzeichen für Osteoarthritis bei Pferden
1. Verminderte Beweglichkeit und steifer Gang
Osteoarthritis beginnt selten mit offensichtlicher Lahmheit. Das erste Anzeichen ist typischerweise ein steifer, hölzerner Gang — dein Pferd kommt nur langsam in Bewegung und fühlt sich unter dem Sattel weniger geschmeidig an. Bei Pferden mit zervikaler Osteoarthritis werden die Beugung und die seitliche Halsbewegung sichtbar eingeschränkt [1].
Eine wichtige Beobachtung: Nach 10–15 Minuten aktiver Bewegung lässt die Steifheit oft spürbar nach. Dieses Aufwärmmuster ist typisch für eine frühe Gelenkerkrankung und sollte nicht damit verwechselt werden, dass sich das Pferd einfach nur einläuft [1].
2. Schwierigkeiten beim Wälzen und Aufstehen
Achte auf ein Pferd, das sich weniger als gewöhnlich wälzt oder Mühe hat, aus dem Liegen aufzustehen. Wenn Osteoarthritis die Wirbelsäule betrifft, werden diese Bewegungen anstrengend und unangenehm. Eine geringere Häufigkeit des Wälzens ist ein frühes Anzeichen, das leicht übersehen wird [1].
3. Widerstand und Ausweichverhalten unter dem Sattel
Aktivitäten, die ein betroffenes Gelenk zusammendrücken oder verdrehen — Springen, enge Wendungen, Seitengänge — können starke Schmerzen auslösen. Anzeichen sind unter anderem ein weggedrückter Rücken, Schweifschlagen, Unwillen anzugaloppieren oder die klare Verweigerung von Übungen, die zuvor problemlos waren. Das sind Schmerzreaktionen, keine Trainingsfehler [2].
4. Lahmheit, besonders deutlich auf dem Zirkel
Eine asymmetrische Belastung der Gelenke führt zu Lahmheit, die auf einem kleinen Zirkel oft sichtbarer ist als auf gerader Linie. Bei Lahmheit der Vordergliedmaßen ist Kopfnicken im Trab — wenn das Pferd den Kopf senkt, während die gesunde Gliedmaße auffußt — ein klassisches Beurteilungsmerkmal [3].
5. Reizbarkeit und Verhaltensveränderungen
Chronische Schmerzen verändern das Verhalten. Ein Pferd mit anhaltenden Beschwerden kann die Ohren anlegen, mit dem Schweif schlagen, beißen, treten oder das Putzen rund um den betroffenen Bereich nicht mehr tolerieren. Wenn ein Pferd allgemein schwierig im Umgang geworden ist und es keine andere klare Erklärung gibt, ist eine tierärztliche Lahmheitsuntersuchung angezeigt [2].
6. Schwierigkeiten beim Kauen (Quidding)
Wenn dein Pferd Futter fallen lässt, einseitig kaut oder eine Seite des Mauls bevorzugt, kann das Kiefergelenk beteiligt sein. Diese Anzeichen überschneiden sich mit Zahnproblemen — zur Unterscheidung der Ursache ist eine tierärztliche Untersuchung erforderlich [1].
Was du tun solltest, wenn diese Anzeichen vorhanden sind
Kontaktiere deinen Tierarzt für eine Lahmheitsuntersuchung. Osteoarthritis kann nicht rückgängig gemacht werden, aber ein früh begonnener Managementplan — in Kombination aus tierärztlicher Betreuung, passender Bewegung und gezielter Nährstoffunterstützung — kann das Fortschreiten verlangsamen und die Lebensqualität erhalten.
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Pferde-Ergänzungsmittel ansehenLiteraturquellen
[1] Ross, M.W. & Dyson, S.J. (eds) (2011). Diagnosis and Management of Lameness in the Horse, 2nd ed. Elsevier Saunders.
[2] van Loon, J.P.A.M. & Van Dierendonck, M. (2015). Monitoring acute equine pain using the Equine Utrecht University Scale for Composite Pain Assessment (EQUUS-COMPASS) and the Equine Utrecht University Scale for Facial Action Units (EQUUS-FAP). The Veterinary Journal, 206(3), 356–364.
[3] Buchner, H.H.F., Savelberg, H.H.C.M., Schamhardt, H.C. & Barneveld, A. (1996). Head and trunk movement adaptations of horses to induced fore- and hindlimb lameness. Equine Veterinary Journal, 28(1), 63–70.
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